Das Bahrtuch des Deutschmeisters
Hier zu sehen ist ein außergewöhnliches Objekt aus dem Stadtarchiv. Es ist das Bahrtuch Maximilians III. (1558–1618). Seinen Beinamen „der Deutschmeister“ verdankt er seinem Amt als Hochmeister des Deutschen Ordens von 1590 bis zu seinem Tod 1618. Dementsprechend ist der Großteil des Bahrtuches in Schwarz und Weiß (bzw. Silber), den Farben des Ordens gehalten, im Zentrum das schwarze Kreuz, darüber ein goldenes Lilienkreuz mit einem schwarzen Adler auf goldenem Schild. In den einzelnen Vierteln ist ein Teil der Wappen der Habsburger aufgenäht: Links oben beginnend mit Ungarn und Böhmen, dann Kastilien und Leon, Tirol und Habsburg, Österreich und Burgund.
Über sein Grab im Innsbrucker Dom wurde hier bereits geschrieben. 1955 wurde dort noch ein zweiter Hochmeister des Deutschen Ordens aus dem Haus Habsburg dort beerdigt, Erzherzog Eugen von Österreich-Teschen.

(Das Tuch ausgebreitet im Erdgeschoss in der Badgasse, Signatur Bi-396)
(Titelbild Signatur Ph-23384)