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Blöder Zufall?

Blöder Zufall?

Ich habe irgendwann irgendwo mal gehört, dass Österreich eine der höchsten Plakatdichten aufweist – meinem subjektiven Gefühl nach durchaus plausibel. Aus diesem Grund kann man heute wie damals auf einem Spaziergang durch die Stadt verschiedenste Werbungen erblicken.

Unser Titelbild versetzt uns in das Jahr 1957. Groß oberhalb sehen wir eine Herrenwäschewerbung für Männer von Palmers, das Leibchen (heute würde man Unterhemd sagen) kostet 26 Schilling und die Hose (Unterhose wollte man wohl nicht dazu sagen) kostet 27 Schilling, beide Kleidungsstücke sind natürlich kochfest.

Darunter und wesentlich kleiner ausgefallen finden wir eine Werbung der Volkshochschule Innsbruck. Ich gehe davon aus, dass auf eine Vorführung der Novelle von Joseph von Eichendorff mit dem Titel „Aus dem Leben eines Taugenichts“ hingewiesen wird.

Schaut man jetzt nur flüchtig, so wie ich beim Bearbeiten des Bestandes, auf das Bild, dann sieht man einen Mann in Unterwäsche mit dem darunter stehenden Hinweis: Taugenichts. Handelt es sich nur um einen dieser blöden Zufälle oder hat sich da der Plakatierer einen Spaß erlaubt?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Slg. Gottfried Newesely, GoNe-17542)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. 1957 hat ein Quadratmeter Baugrund in der Gemeinde Mutters noch 50 Schilling gekostet, also weniger als ein Unterhemd und eine Unterhose!
    Heute kostet ein Quadratmeter Baugrund ein Vielfaches davon.

  2. Das angeführte Trio des Bildungsabends ist mir (kein Kriterium) unbekannt. Als Neunjähriger wär ich auch ein Wunderkind gewesen, wenn ich die Eltern gebettelt hätte, dass ich zuhören darf. Also gegoogelt 🙂 . Der unten angeführte Opernsänger Willy Rosenau war laut Wikipedia ein auf Dreimann-Aufführungen – Gesang, Sprecher, Piano – spezialisierter Künstler. Damals hat es einen Autor Martin Winkler gegeben, vermutlich der Sprecher, während Hermann Loux ein weiterer Opernsänger war. Entweder spielte er das Piano oder es war nicht immer so wie in Wiki beschrieben.

    Ich weiß nicht sicher, was das für ein Auto war. Die Heckleuchte wäre ja recht prägnant gestylt. Vielleicht ein Opel Rekord der damals modernen Variante.

  3. Spontan fällt mir dazu Reinhard Fendrichs Macho Macho ein:

    ‚.. Du bleibst dein Leben lang ein Dodel
    hat ihn der Lehrer oft geneckt
    heut ist er Unterhosen-Model
    ein Macho und ein Lustobjekt‘

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