skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Baustelle!

Baustelle!

Selbst eine Baustelle kann bei richtigem Licht und einem Luftgemisch aus Baustaub, vielleicht etwas Restfeuchte von einem Regenguss und dem normalen Straßenstaub schon fast nach einem Kunstwerk ausschauen.

Die Geschäfte wären vielleicht die ein oder andere Erinnerung wert, denk ich. Dass ein Kilo Reis 5,70,- kostet, scheint mit etwas Übertreibung, bald wieder realistisch zu sein. Allerdings sprechen wir hier von 5 Schilling und 70 Groschen. Das sind für die Jüngeren unter uns etwa 40 Cent. (Onkel) Ben´s Spitzen-Langkorn-Reis kostet € 4,19.

Zu der titelgebenden Baustelle kann ich nix sagen.

Ich bin mir bei der Jahreszeit nicht sicher, denn der Herr links ist frühherbstlich gekleidet, die Frau auf den anderen Straßenseite träge wohl eine dicke Mütze. Hilfreiche Bäume gibt es hier nicht. Wo ist denn das „hier“ eigentlich?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Kr/Ne-7773)

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare
    1. Ein Jammer – meine Pradlerstraße in aller Eile falsch geschrieben! Sie wird’s mir hoffentlich verzeihen!
      Aber noch etwas zum Thöni: Er war sicher der Tod für die vielen kleinen Gemischtwarenhandlungen in der Pradlerstraße! (so wie die Therese Mölk für die Bäcker!!)

    2. Gleich daneben könnte das Schuhhaus Koller sein. Später war es jedoch in der Pradlerstraße 37 also gegenüber der Amthorstraße. Das Bild wird wohl aus den 30er Jahren stammen.

        1. Man sieht die Aufschrift Schuhhaus und mit Phantasie auch noch Koller neben dem Thöni Geschäft. Die Dame sieht gerade in die Auslage und rechts neben ihr sieht man Schuhe in einer Glasvitrine. Also war Geschäft und Eingang eindeutig in der Pradlerstrasse.

        2. Das Schuhhaus Koller war auch nachher in der Pradlerstrasse aber ein oder 2 Häuser weiter Richtung Norden und damit gegenüber vom Thöni. Später war dort der HiFi Edelladen Bang und Olufsen. Die Koller’s hatten auch noch weitere Schuhgeschäfte: z. B. ‚Koller‘ in der Maria Theresienstraße 13 und das ‚Sorbonne‘ in der Museumstraße 3.

        3. Ja, den Bang und Olufsen Edelladen habe ich gesehen, als ich einmal einen Pradlbesuch machte – habe mich noch gewundert! Wir sprechen also vom Haus Pradlerstraße 35 an der Nordecke Pradlerstraße – Amthorstraße. Interessanterweise gibt es Pradlerstraße 37 und 39 nicht (die andere Ecke, also der Thöni und Koller eh. ist schon 41!). Dieses Haus Nr. 35 hat auch schon allerhand hinter sich, hier war einmal eine Gemischtwarenhandlung (schon in der Amthorstraße gelegen) und ein Gasthaus. Von den Bomben blieb es auch nicht verschont und jetzt gibt es drunten anscheinend einen Frisör und oben eine Penthousewohnung.

        4. Die Gemischtwarenhandlung war die der Maria Sterzinger, das Gasthaus war der Fahrnberger. Irgendein Parteilokal (ich glaube von der SPÖ) war auch in diesem Eckhaus. Aber irgendwie ist hier ein Durcheinander mit 33 und 35, etwas passt nicht!

  1. 1931 kam es vor dem Lebensmittel- und Delikatessengeschäft Thöni in der Pradler Straße 41 zu einem Zwischenfall, welcher in Pradl weit und breit großes Aufsehen erregte. Der Tiroler Anzeiger vom 12. August 1931 berichtet:

    „Pferde besichtigen eine Auslage. In der Pradler
    Straße 41 wurde eine große Auslagescheibe eines
    Kaufmanngeschäftes durch zwei Pferde zertrümmert.
    Die Pferde traten in aller Ruhe auf den Gehsteig, um
    die in der Auslage befindlichen Zuckerhüte zu errei­-
    chen, wobei sie mit der Wagendeichsel das große Fen­-
    ster zertrümmerten und mit den Vorderfüßen in die
    Auslage traten!“

  2. Auweh – alles auf einmal geht nicht: Fußballschauen und hier Einträge machen! Herr Auer war mit dem Gürtler schneller! Was mir jetzt noch vom Herrn Auer fehlt: Visavis das Haus vom Thaler, dem Kunstmaler

  3. So viele interessante Informationen! Vielen Dank.

    Eine Frage noch: Hat das Bettengeschäft Rudigier in der Maximilianstraße irgend etwas mit dee Fa. Gürtler zu tun? Ich bild mir nämlich ein, das lustige Logo mit dem das Federbett mit dem Fuß hochwerfenden Männleins als Teil der Rudigier Werbung auf den Pappumschlägen des Alpenland Zeitschriftenverleihs in Erinnerung zu haben. Insbesonders ist mir ein Gespräch mit Frau Rudigier in Erinnerung, wo die Rede darauf kam und sie sich freute, daß ich das noch weiß.

    1. Habe erst jetzt Ihre Frage, Herr Hirsch, entdeckt! Ob die Firma Rudigier und Gürtler etwas mitsammen zu tun hatten, weiß ich nicht. Konkurrenten werden‘s halt gewesen sein. Was ich sicher weiß ist, dass Adolf Gürtler und mein Onkel, der Pradler Bildhauer Franz Roilo gute Freunde waren, sie waren ja auch beinahe Nachbarn (Pradlerstraße 31 und Amthorstraße 2) und unternahmen nach dem Krieg gemeinsam viele Wanderungen und Ausflüge. Das Logo war, so wurde mir erzählt, ein Geschenk meines Onkels an Herrn Gürtler.

  4. Die Silhouetten der Trambahnzüge ganz hinten verraten, dass das Foto vermutlich frühestens Ende Mai 1950 entstanden ist und spätestens Anfang November 1965 (wenn die Lebensspanne dieser Straßenbahnen einziges Kriterium wäre). Die Form der Züge und der Stromabnehmer lässt mich die gebraucht aus Basel angekaufte Fahrzeugserie 24-32 / 151-160 vermuten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Back To Top
×Close search
Suche