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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Aus Leserkreisen… Krankrake

Aus Leserkreisen… Krankrake

Ich bin ja immer wieder verblüfft, wie schnell die Leserschaft herausfindet, dass ein Bild vor 4 Jahren 7 Monaten und drei Tagen schon einmal gezeigt wurde. Mir persönlich ist das ja nicht so wichtig. Man kann ein fesches oder interessantes Bild auch mehrfach anschauen ohne sich zu grausen.

Heute schiebe ich ein Foto nach, das aus dem gleichen Leser-Bestand stammt und – wahrscheinlich – noch nicht gezeigt wurde. Und speziell möchte ich den geneigten Blick auf den Kran-Kraken lenken. Eine abenteuerliche Konstruktion. (Ich habe übrigens nachgeschaut, dass die Firma Liebherr erst 1949 gegründet wurde.). Heute sehen wir sie auch in Aktion. Als großer Wikipedia-Fan kann ich hier berichten, dass das Stahlseil 1834 erfunden wurde.

Das Hauptgeschäft der Steinmetze dürfte seit jeher Grabsteine und – Monumente gewesen sein. Heute gibt es noch Arbeitsplatten in Küchen, aber seit wann diese in Mode sind, weiß wahrscheinlich nicht einmal Wikipedia.

Hier das Foto, das Walter angesprochen hat:

(Foto: privat)

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare
  1. die technische Bezeichnung für diesen „Krankraken“ lautet Derrick-Kran.
    Dieser hatte gegenüber einem Drehkran nur einen begrenzten Arbeitsbereich, ca 180 bis 210 Grad.
    Die drei rechten Gitterstreben waren fest am Boden verankert, links erkennt man den Kranarm, dieser war nur zwischen den vorderen Stützen schwenkbar, meist nur manuell, d.h. die schwebende Last wurde mit einem Seil in die entsprechende Richtung gezogen.
    Die Steinplatte, vermutlich Marmor, wog sicher einige hundert Kilogramm, ob das Hubseil bereits mit Motorkraft oder manuell bedient wurde, ist nicht ersichtlich.
    Diese Kranart wurde früher vielfach auf Frachtschiffen als sogenanntes Hebezeug verwendet, da dort der eingeschränkte Schwenkbereich meist ausreichte.

  2. „Grausen“ ist gut, mein Herz macht vor Freude einen Knall, weil ich dort aufgewachsen bin. Dort steht seit Jahrzehnten statt diesem kleinen Haus das Haus Freisingstr 8 in dem einige Jugendfreunde von mir wohnten. Statt dem Steinmetz Linser ist jetzt der Steinmetz Binder untergebracht, mit dem ich um fünf Ecken verwandt bin. Für mich sind beim jetzigen Haus nicht nur die Wandmalereien interessant, sondern auch der Stil der Balkone, die Jahrzehnte nicht mehr gestrichen wurden. Ich muß sie bald fotografieren, bevor sie durch „moderne“ wie in der Fritz-Pregl-Str. 13 und 15 ersetzt werden, die so „steril“ wirken, daß sie an Räume der Gerichtsmedizin erinnern.

  3. Das ist der Linser an der Ecke Schöpfstraße – Friedhofsallee. Die Allee, wo der Kameramann gestanden ist (Nickels Motorrad?), gibt es seit der neuen Chirurgie nimmer.
    Zum Nachschlagen, googeln oder selber wissen: Über dem im Hintergrund sichtbaren Nordtor des Friedhofs fehlt noch die Christusfigur, eine Zeitmarke. oder der Luftdruck der Bomben (auch der Friedhof wurde getroffen) hat sie heruntergeblasen.

    Danke für die technischen Ausführungen zum Derrickkran, ich bleib aber bei Krake. Da es ein fix montierter Spezialkran war, konnte man sich eine Universalbeweglichkeit sparen. Immer da heben, immer dort senken. Heute gibts den Palfinger.

    1. Bei dem nachgeschobenen Bild handelt es sich also um ein anderes Gebäude, das bei der alten abzweigenden Friedhofallee die vom Nordeingang in einem Winkel von ca 45 Grad zur Uni ging stand?

      1. Nein, ich hab das falsch in Erinnerung gehabt, die für die Friedhofsallee falsche Straßenseite hab ich im immer gefährlichen Brustton der Überzeugung weggedrängt.

        Sie haben also völlig recht gehabt, worauf mein Volkschul Mitschüler Walter Laner auch sofort hingewiesen hat.

    2. Eine Frage an das „wandelnde Lexikon“ K. Hirsch – ich habe im Wiltener Friedhof schon als Kind den riesigen Engel aus Marmor vom Linser-Grab bewundert. Ich habe meinen Vater nie gefragt und war der Meinung daß es sich um ein Grab der Autohändler handelt. Wissen Sie ob das schöne Monument bzw. das Grab dem Steinmetz Linser zuzuordnen ist, er wäre ja sozusagen „an der Quelle“ gewesen.

      1. Ich weiß nur, wo zumindest Teile der Steinmetz-Linser Familie bestattet snd. Das ist ein Arkadengrab an der Ostseite des Friedhofs, wenn man beim Osteingang von der Preglstraße hineingeht und sich nach rechts wendet, ist es nach den Köllenspergerschen Grabstätten gleich einmal zu sehen. Ist es das mit dem Engel? Wie es ausschaut weiß ich jetzt ehrlicherweise garnicht, nur an eine teure figürliche Darstellung kann ich mich erinnern.
        Betreffend der Steine-Linie Linser bin ich mir wegen des dort beigesetzten prägnanten Polykarp Noisternigg, ein „Eingeheirateter“ Linser, dessen Tochter Christine eine rege Erinnerung an die Zeit ihres Hauptschulalters darstellt. Sie ging in die Ursulinenschule und kam zu den Mädchen der Nachbarschaft öfter spielen. Daher weiß ich auch etwas von ihrer Familie. Einmal sind wir uns beinahe noch einmal über den Weg gelaufen, sie hatte zwei Fotos zur „Wilten Ausstellung“ in der Andreas Hofer Straße beigesteuert, kurz vor mir war sie dort. Niko Hofinger hätte mir sogar ihre Telefonnummer verraten, aber…vor einigen Jahren dann leider verstorben.

  4. Lieber Karl, da muss ich Dir widersprechen, das ist Ecke Freisingstr./ Friedhofstr. Und der Eingang in den Westfriedhof von der Ostseite, also von der Freisingstr..
    Man sieht das an Lage der Nordkette. Ich bin da aufgewachsen und zu der Zeit war dieses Haus eine Bombenruine, in der wir als Kindereine Abenteuerspielplatz hatten.
    Vom Linserhaus an der Ecke Schöpfstr./ Friedhofstr. gibt es auch ein Bild, das habe ich am PC, aber ich glaube, es ist eh von hier. Ich werde versuchen, es hier irgendwie hochzuladen.

  5. Auweh Walter, recht Du hast. Deswegen ist auch die Christusstatue nicht vorhanden. Von wegen Luftdruck. Und die Friedhofallee ging natürlich auf der anderen Seite vorbei. Ich bin erstaunt, wie ähnlich sich die Bauten geglichen haben. Deswegen hab ich mich auch komplett verpeilt. Das Original der Ferdinand Linser Werkstatt im Gegensatz zu dem von mir verwechselten Betrieb von Josef Linser und Söhne habe ich ja nie gekannt. Wobei der Josef-Betrieb schon um 1900 „…und Söhne“ hieß und noch lange danach. Hatten außer der Verwandtschaft geschäftlich nichts miteinander zu tun, oder.
    Aber immerhin Erinnerung an die Haspinger Schule und den Schulweg. Im neuerbauten Haus Freisingstraße 6-8 wohnte doch unser Mitschüler Straganz, den Vornamen weiß ich nimmer.

      1. Ja genau, der Albrecht. Danke! Wohnt jetzt in Nussdorf-Debant, keinen Kilometer von einem anderen Mitschüler aus der Maturaklasse.

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