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Aqua Alta

Aqua alta

Ausnahmsweise nicht in Bella Venezia, sondern in der Koatlackn. Statt Vaporetti und Gondeln pflügen Busse, Autos und Mopeds durch die Fluten (Ob dem Mopedfahrer aus Furcht vor der Heckwelle des vor ihm fahrenden Auto Union 1000S der Mund offensteht? Oder freut er sich nur?) und die Bewohnerinnen und Bewohner ergötzen sich an dem Schauspiel. Wer braucht da noch einen Fernseher oder Radio? Eben!

Auch der Käfer bahnt sich seinen Weg durch die Wassermassen. Die Autos, die wir erkennen können, lassen wohl darauf schließen, dass wir uns in den 1960er-Jahren befinden. Aber vielleicht erinnern Sie sich ja noch an dieses Hochwasser und können mit einer genaueren Datierung aufwarten?

(StAI, Bestand Pressereferat / Medienservice)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Möglicherweise ist es das Hochwasser von 1965. Der Hydrografische Dienst des Landes Tirol schreibt über dieses Ereignis:

    „Nach einem niederschlagsreichen
    Herbst 1964 und einem schneereichen Winter setzte die
    Schneeschmelze im Frühjahr 1965 erst in der 2. Junihälfte voll
    ein. Verstärkt durch die wiederholt begleitenden Gewitterregen
    stellte sich vom 22. Juni bis 4. Juli eine ununterbrochene
    Hochwasserperiode ein mit Wasserständen, wie sie in anderen
    Jahren nur höchstens einmal für jeweils wenige Stunden auftreten.
    Bei einem Höchstwasserstand von 485 cm lag der Durchfluss
    am Pegel Innsbruck/Inn bei 1100 m3/s, was heute als rd.
    25-jährliches Ereignis eingestuft werden kann.“

  2. Ca. 200 Jahre früher als diese Fotos gab es noch viel größere Überschwemmungen. Ein interessantes Monument zur Hochwassergeschichte ist die St. Johanneskirche am Innrain. An der Apsis befindet sich eine Gedenktafel mit dem Hochwasserpegel des Inn von 1762 und 1772.

    Über das Hochwasser von 1762 heißt es:
    „Das Steigen des Innflusses
    begann am 10. und ging so rasch vor sich, dass es mit freiem Auge
    zu erkennen war. Am nächsten Tag stand die ganze Umgebung
    von Innsbruck unter Wasser und viele Menschen, die die Fluth im
    Freien überraschte, fanden ihren Tod. Um 2 Uhr ergriff das Wasser
    den ärarischen Holzplatz, schwemmte von hier mehrere Tausend
    Klafter Brennholz fort und warf einen Theil desselben auf die Innbrücke,
    vor der es sich haushoch aufstaute. Der Fluss, hierdurch
    noch mehr geschwellt, ergoss sich nun über die Stadt auf beiden
    Ufern, stand am Innrain bei der Johanniskirche 1,29 Meter über der
    Strasse. Zwischen 4 und 5 Uhr Nachmittags wurde die Brücke
    fortgerissen, welches Los übrigens schon vorher viele Brücken
    oberhalb von Innsbruck betroffen hatte.“

    Dabei ging auch die auf der Innbrücke aufgestellte Statue des hl. Nepomuk unwiderbringlich verloren.

  3. Sehr interessant der abgebildete Bus Nr. 65 der IVB auf Linie S, der offenbar eine Panoramafensterverglasung im Dachbereich und einen Gepäckträger am Dach hat, was m.W. (ich bin kein Experte für diese Art von Bussen) typische Ausstattungsmerkmale damaliger Reisebusse waren – also so ungefähr das Letzte, was man sich auf einer städtischen Vorort-Schnellbuslinie erwarten würde, wo eine Dachverglasung eigentlich wenig Sinn macht. Möglicherweise ein Einschub, oder es wurden auf Grund der Hochwassersituation einfach alle verfügbaren Reservefahrzeuge eingesetzt. Aber der Bus ist ein Linienbus, sonst hätte er keine Zielschildkästen und keine IVB-Beschriftung.
    Nicht nur auf Grund des Hochwassers tolle Fotos.

  4. Sorry, aber das ist nicht die „Kotlacken“. Innstraße 43 ist das erste Haus in Mariahilf. Die Grenze verläuft beim Thurner- Vereinshaus

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