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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Am Brunnen Vor Der Kurve

Am Brunnen vor der Kurve

da steht in diesem Fall kein Lindenbaum, sondern zieht sommerliche Natterer Prozession, die irgendwann in den 1940er-Jahren hier im vollen Ornat vorbeiwandert. Später wurde der Brunnen bei einem Versuch, in Natters so etwas wie einen Dorfplatz zu schaffen, dorthin übersiedelt. An dieser neuen Stelle rauscht nun Tag und Nacht ein starker kühler Strahl edlen Mutterer Quellwassers in die beiden Becken; da Natters über keine eigene substanziellen Trinkwasser-Fassungen verfügt, ist die Nachbargemeinde so freundlich das dort im Überfluss vorhandene Nass zu teilen.

Die Bilder sind aus den 1940er Jahren (vom Ehepaar Augustin und Paula Mayer). Wann genau ist nicht vermerkt. Je nachdem, ob sie aus der NS-Zeit stammen oder den Jahren danach, war der Besuch einer Prozession auch immer ein kleines Selbstversicherungsinstrument für die Gemeinde, ob und wie schmuck sie die von den Nazis nicht gern gesehenen kirchlichen Umzüge durchführte.
Auf dem Haus sind die im Mittelgebirge beliebten Motive Rafael Thalers zu sehen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Lieber Herr Hofinger, darf ich ganz leise korrigieren?

    Der Brunnen vor dem „Angermayr“ am Kirchplatz https://postimg.cc/dk0rHtfb hieß früher einmal (laut Dorfchronik von Blaas) Bichlbrunnen oder Oberer Bichlbrunnen mit einer Florianstatue. Der Untere stand beim Nastler, jetzt gegenüber in moderner Form, da wo der Tierarzt ist.
    Der Dorfbrunnen am Dorfplatz steht seit ewigen Zeiten dort, nennt sich wissenschaftlich Nikolausbrunnen, weil man die Brunnenfigur des Hl Magnus (lt. Blaas) wegen der Bischofsmütze als Nikolaus erkannte. Dieser Brunnen gehörte früher zum Haus „Schneider“ heute Töpfer. https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Natters-Nikolausbrunnen.JPG

    Soviel ich und andere Natterer wissen, war der Bichlbrunnen ein eklatantes Verkehrshindernis, im Winter rundherum oft auch noch eine Eisplatte. Zu Beginn der 70er bin ich aber noch vorsichtig dort herumgekurvt. Spätestens mit Einführung eines Linienverkehrs zum Krankenhaus Natters durch die Busse der „Natterer Reisen“ kam das Ende dieser Schikane. Der Bichlbrunnen verschwand, wohin muß ich einmal den Seppi K. fragen, den Besitzer des Angermayr, der das alte Höfl trotz haarsträubender Hindernisse wieder hergerichtet hat.

    Also die Hofingersche Dorfbrunnentheorie ist nicht ganz exakt (grundfalsch, aber das ist mir zu grob)

    Wasserleitung: Es ist richtig, dass es knapp auf Mutterer Gemeindegebiet (?) eine Quellfassung aus den 1980ern gibt. Aber Natters hatte schon vorher eine Wasserleitung, die erste Hochdruckleitung gab es (lt. Blaas) schon im Jahr 1912, ich nehme an, das alte, im Stil jener Zeit erbaute Wasserschloß am Abzweiger zum Gigglberg ist ein technischer Zeuge dieser Leitung auf Natterer Gemeindegrund.
    https://www.google.at/maps/@47.2308931,11.3696585,3a,60y,170.11h,82.74t/data=!3m7!1e1!3m5!1sX_8Ofz1FlRaHCgdcR7Fiiw!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D7.26362213383814%26panoid%3DX_8Ofz1FlRaHCgdcR7Fiiw%26yaw%3D170.105356466756!7i16384!8i8192!5m1!1e1?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDQyOS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D

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