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Alles Arzl! – XXI

Alles Arzl! – XXI

Hier geht, liebe LeserInnen, unsere Arzl-Reise nun langsam zu Ende. Fotos von Gebäuden gibt’s noch genug, aber ohne die Geschichten dahinter wird’s auch für mich irgendwann schwer, mir einen netten Text einfallen zu lassen… 😉

Zum Schluss machen wir noch einen kleine Streifzug zu einigen Wohnhäusern des Dorfes – tatsächlich gab es auch zur damaligen Zeit neben dem bäuerlichen Kern einen relativ wohlhabenden, bürgerlichen Stand in Arzl, der nicht zuletzt aufgrund der Stadtnähe entstanden war. Im westlich vom Ortskern gelegenen Gebiet soll sogar ein „Villenviertel“ entstanden sein – ich als Nicht-Arzler kann zu dessen Beschaffenheit leider nicht viel sagen. Die Bewohner dieses Ortsteils trugen unter anderem maßgeblich dazu bei, dass Arzl nach Ende des zweiten Weltkrieges als Stadtteil bei Innsbruck verblieb, während die bäuerliche Bevölkerung (letztendlich erfolglos) die Unabhängigkeit von der Landeshauptstadt angestrebt hatte.

Auf unserem Titelbild ist Arzl Nr. 195 zu sehen, das heute die Adresse Rumerstraße 15 trägt. Der westliche Hausteil sieht heute noch beinahe gleich aus.

Ein weiteres Schmuckstück ist Arzl Nr. 203, später Arzler Straße 59. Die Adresse gibt es derzeit nicht, anstelle des Hauses stehen heute Wohnblöcke mit den Nummern Arzler Straße 57 und 61.

Ein Objekt aus dem „Villenviertel“? Das Gebäude Arzl 211 trägt heute die Adresse Alois-Schrott-Straße 41.

Der Blick hinüber Richtung Kalvarienberg. Im Bild sehen wir Arzl 217 (Arzler Straße 55), 214 (Arzler Straße 57), die Nr. 203 (Arzler Straße 59) und hinten 211 (Schrottstraße 41). Die beiden Nummern 214 und 203 mussten mittlerweile Neubauten weichen.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-24456-101, -103, -106)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Interessant ist, dass die Arzler Straße, in der sich u.a. das Haus Arzl 214 befindet, Ende der 30er-Jahre den Namen Dollfußstraße trug.

    Es gab in und um Innsbruck also:
    einen Dollfußplatz am heutigen Rennweg,
    eine Dollfußstraße in der heutigen Höhenstraße,
    eine Kanzler-Dr.-Dollfußstraße am heutigen Holzweg in Mühlau
    und eben eine Dollfußstraße in Arzl!

    Möglich war die dreimalige Benennung von Dollfußstraßen, weil Hötting, Mühlau und Arzl damals noch eigenständige Gemeinden waren.

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