skip to Main Content
Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Alle Wege Führen Nach…

Alle Wege Führen nach…

Bevor 1977 die Igler Auffahrt beim Olympia-Eisstadion erbaut wurde, musste man noch einen anderen Weg einschlagen, um nach Vill und Igls zu kommen. Damals machte man sich von der alten Wiltener Sillbrücke beziehungsweise vom Gasthaus Bretterkeller aus auf den Weg nach oben.

Die Straße selbst ist nicht nur älter als der tobende Kampf zwischen Fahrrad und Auto, sondern auch weit älter als die Fahrzeuge selbst. Die erste Erwähnung in einer Urkunde von 1251 bezeichnet die Straße als „via tendens ad villam Ville“. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie jedoch mehrfach neu trassiert, wobei ältere, steile Abschnitte noch erhalten sind.

In Vill selbst führte die Straße ursprünglich „mit der Kirche um Kreuz“. Früher schlängelte sie sich am Gasthof „zur Traube“ vorbei an der Westseite der Kirche entlang. In den 1930er-Jahren wurde sie auf die Ostseite verlegt und „einigermaßen“ begradigt.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum KR-NE-5494)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Fast noch interessanter ist die alte Trasse der Linie 6, die auf dem Foto links zu sehen ist. Sie wurde in diesem Bereich komplett umtrassiert, von all dem, was hier unterhalb des Bretterkellers zu sehen ist, gibt es nichts mehr. Der frühere Romantikfaktor ist in diesem Eck der Stadt komplett verlorengegangen.
    Von der alten Mittelgebirgsstraße existieren noch einige Relikte und auch ganze Streckenstücke, eines davon kann man sich direkt beim Gasthaus Bretterkeller ansehen, ab dem sich die historische Straße, deren Beginn hier zu sehen ist, ein Stück weit noch immer nach oben windet, auch wenn sie natürlich im Lauf der Jahrzehnte da und dort umgebaut wurde.
    Hier ist ein (unbearbeiteter) Gegenschuss in Form einer Fotokarte von vor 1936, weil Bahn noch ohne Fahrleitung, von oberhalb des Bretterkellers – schwer vorstellbar, aber Fakt, dass die Straße durch die Engstelle zwischen dem Gasthaus und seinem Felsenkeller führte: https://postimg.cc/Wd69Vgfx
    Heute geht dort ein sehr schmaler Rad- und Gehweg durch.

Schreibe einen Kommentar zu Manni Schneiderbauer Antwort auf Kommentar entfernen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Back To Top
×Close search
Suche