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Alle Da?

Alle da?

Eine alte elektrische Straßenbahn im Jahr 1918 und sechs Mann „Besatzung“. Es ist zu vermuten, dass es sich um die Igler Bahn handelt. Aber das können – wenn überhaupt – nur die Spezialisten beurteilen.

Interessant wäre aber die Frage, welche Funktionen die einzelnen Mander erfüllt haben könnten. Heizer gibt es bei elektrischen Bahnen eher selten. Aber die unterschiedlichen Monturen lassen auf eine Hierarchie und Arbeitsbereiche schließen. Die Herren in Uniform haben wohl auch Kontakt mit den Fahrgästen. Beachtlich ist das seltsame Werkzeug, das der zweite Mann von rechts in Händen hält.

Welche sonstigen Menschen brauchte es noch, um eine Dampfbahn ins Laufen zu bringen? Interessant wäre auch, welche Mengen Wasser und Kohle ein Fahrt vom Bergisel nach Igls benötigt wurde.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Da wär ich eingestiegen, wenn ich ins Stubai wollte. Haller und Stubaier sind auch leicht zu verwechseln. Aber die Stubaier hat so einen Dachaufbau wie er hier zu sehen ist und der bei der Haller fehlt.

  2. Die Igler wurde außerdem erst 1936 elektrifiziert; für die 30er Jahre wirkt mir dieses Foto etwas zu altertümlich und monarchisch. Die STB war ja schon von Beginn an elektrisch, also 1904. Somit wäre der Aufnahmezeitraum wohl am ehesten zwischen 1904 und ca. 1915. Wo? Da mögen sich andere besser auskennen, aber mit einem 3gleisigen Bahnhof und dem höheren Gebäude im Hintergrund dürfte es sich wohl um den Stubaitalbahnhof handeln?

  3. Interessant wäre zu wissen, wann das geteilte Frontfenster durch eine durchgehende Scheibe ersetzt worden ist. Hier hatten wir schon einmal ein sehr frühes Foto aus Mutters, wo die geteilte Scheibe noch erhalten ist.
    https://innsbruck-erinnert.at/fast-unveraendert/
    Konnte der Triebwagenführer sie öffen, um zentimetergenau zu rangieren?

    Das Abgebildete Pesonal zeigt neben dem Fahrpersonal Fahrer und „Conducteur“ eine Reihe von Menschen, die dafür sorgten, daß der Triebwagen in Schuß war. Mechaniker und Elektriker treilten sich diese Aufgabe. Dazu kam noch Wald und Wiesenpersonal, welches den Gleiskörper betreute. Der Herr mit der angerätselten Gartenschere gehörte vielleicht dazu. Da man im Gegensatz zu heute aber nicht ständig am Schienenteil herumgschafteln und ein Verkehrsmittel seelenruhig monatelang komplett oder teilweise sperren mußte, war er, der öligen Montur nach, auch in der Werkstatt tätig. Was er sonst noch in der Hand hält, kann man nicht erkennen, mein erster Gedanke war, daß es sich um eine Signalflagge handeln könnte.

    Der Endbahnhof Fulpmes Centrale verfügte auch über drei Gleise, aber da wären Häuser zu sehen.

  4. In der Fahrleitung sind zwei Drahtkonstruktionen zu sehen. Das sind Streckentrenner mit Einspeisungen. Die gibt es heute noch, sie sind aber nicht mehr so klobig und springen weniger ins Auge. Streckentrenner braucht es, um Fahrleitungsanlagen in Sektionen zu unterteilen, die jeweils separat mit Strom versorgt werden können. Meistens können die Abschnitte an der Trennstelle auch zusammengeschaltet werden, für den Fall dass z.B. die Stromversorgung eines Abschnitts versagt.
    Es hätte keinen Sinn gehabt, Trenner in den beiden Endbahnhöfen mitten auf den Bahnhofsgleisen zu installieren. Auf alten Fotos sind dort auch keine zu sehen. Am Stubaitalbahnhof gab es zwar einen am Verbindungsgleis zur Straßenbahn und vermutlich noch weitere bei der Remise, aber nicht mitten im Bahnhof. Daher kann das weder Stubaitalbahnhof noch Fulpmes sein. Dritte Gleise gab es auch noch in Telfes, dort gibt es heute noch ein kurzes Abstellgleis, sowie in Mutters.
    Die Position des abgebildeten Trenners würde zu Mutters passen. Ich glaube, dass das Bild dort, im bergseitigen Einfahrtsbereich des Bahnhofs, gegen Norden aufgenommen wurde. Der abgebildete Triebwagen steht bereit für die Fahrt stadteinwärts. Die/der Fotograf:in stand am heute nicht mehr vorhandenen Gleis 3, dem Güterladegleis. Untermauert wird das durch die angedeutete Silhouette der Nordkette im hellen Hintergrund, die durch Bildmanipulation etwas deutlicher sichtbar gemacht werden kann. Per Streetview lässt sich überprüfen, dass die Nordkette dort an ca. dieser Position im Bild wäre.
    Als drittes Indiz glaube ich die terrassenartige Gleisanlage zu erkennen, die es in Mutters auch heute noch gibt, heute allerdings mit asphaltierten Bahnsteigen. Dabei ist die Oberkante der jeweils südseitigen Schiene der beiden Bahnhofsgleise plan mit dem Bahnsteig, das nördliche Gleis liegt tiefer als das südliche.
    1918 erschiene mir schon plausibel.

    1. Die Streckentrenner sind ein interessanter Hinweis. Ich kann mir diese aber auch gut am Stubaital-Bahnhof in Innsbruck vorstellen. Wie Sie sehe ich deren Sinn aber ebenfalls nicht mitten auf den Bahnhofsgleisen, sondern am Übergang zur Strecke. Um die Bahnhofsgleise wahlweise, z. B. zu Beladungszwecken auszuschalten ohne die ganze Strecke lahm zu legen wären diese nämlich genau dort nötig.

  5. Mutters. Aber im Hintergrund sieht man nicht nur sehr diffus Berge, sondern deutlicher auch ein in Mutters nicht existentes stattliches Haus welches ich für die Silhouette des Leuthauses halte, vielleicht sogar ein Stück Friedhofarkade.

    In Mutters wäre auch die Anwesenheit des Werkstattpersonals erklärungsbedürftig-

    Bin neugierig, wie oft die alte Stubaier heute noch die Fahrtrichtung ändert :-).

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