Achselzucken und Kopfkratzen – Auflösung
Beim letztwöchigen Rätsel war der Standort schnell gefunden, die zeitliche Einordnung gemeistert, allein das abgefragte Werkstättengebäude wurde nicht erraten. Nun, es war genau genommen keine Werkstatt. Hier wurden junge Damen aus gutem Hause in den nicht besonders christlichen Techniken der Körperkultur unterwiesen… es war die Turnhalle der Ursulinen, die übrigens bei der Überbringerin dieser tollen Bilderserie ein leichtes Schaudern ausgelöst hat: „Ich bin Ursulinen-geschädigt“ – aus der Familie des Autors dieser Zeilen könnte dieser Spruch nur bestätigt werden. Die Überbringerin ist Frau Susanne Singer aus Mutters, deren Familie hier auf Adolf Pichler 10 ab 1912 jahrzehntelang gewohnt hat und das Geschehen in beide Himmelsrichtungen fotografisch dokumentiert hat. Frau Singer wurde dann selbst Primarschul-Pädagogin und hat uns kürzlich erste Preziosen ihres Familienarchivs zur Digitalisierung überlassen. Auf dem Foto von heute ist die Halle schon weggebaggert. Nie mehr Zirkeltraining, Seilklettern und Völkerball! Das Trauma bleibt eh mietfrei im Kopf.
Genehmigt laut Amtsblatt im Jänner 1996, umgesetzt im Hochsommer.
