Wer (er)kennt … – ein Potpourri aus den Stadtteilen_Teil 52
Der Künstler Karl Jenewein ist Ihnen schon aus mehreren Beiträgen auf Innsbruck erinnert sich bekannt. Sein Brotberuf war Landschaftsoberoffizial. Dank seines Zeichentalents schuf er nebenbei eine große Zahl an gelungenen Diplomen und geschmackvollen Ehrenurkunden, unter anderem für den Innsbrucker Turnverein und die Freiwillige Feuerwehr Innsbruck, bei denen er langjähriges Mitglied war. Am 7. Jänner 1917 verstarb der begnadete Zeichner.
Kurz vor dem Abriss gelang es Karl Jenewein dieses Ensemble noch festzuhalten. Die Zeichnung entstand am 28. Juni 1908; nur drei Jahre später waren das Haus und der Stadl schon Geschichte.
Der Eingang im ersten Stock war über eine Holzstiege erreichbar. Im ersten Stock befand sich ein Holzbalkon. Am Ende des Gebäudes gab es einen Holzschacht, den Abortausbau, der jeweils mit Türen erschlossen wurde. Direkt dahinter schloss das Nachbarhaus an. An der Fassade sind zudem zwei Fresken erkennbar, eines davon in einem Rundmedaillon, das andere knapp unter dem Dach.
Wer (er)kennt die Gebäude?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Bi-1275, 1908)