Tyrolean Dash 7 – von der Vertragsunterzeichnung bis zum ersten Einsatz
Nachdem die Entscheidung für die 50 sitzige Dash 7 von de Havilland Canada gefallen war, wurde im Jahr 1979 der Kaufvertrag für zwei Flugzeuge dieses Typs abgeschlossen. Bei der Vertragsunterzeichnung in Toronto hat Mag. Jakob Ringler, damals Geschäftsführer der Tyrolean Airways, kaum damit gerechnet, dass daraus eine langjährige und intensive Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen entstehen wird. Tyrolean hat bei de Havilland bzw. später bei Bombardier mehr als 90 Flugzeuge der verschiedenen Typen in Auftrag gegeben. Tyrolean hat in der Folge immer wieder wertvolle Inputs an den Hersteller geliefert und hat bei Zulassungsverfahren sowie bei der Weiter- und Neuentwicklung der Flugzeuge mitgewirkt. Nach der Produktion wurde die Maschine am 23. März 1980 von Toronto über Reykjavik und Leeds-Bradford nach Innsbruck überflogen. Nachdem das Flugzeug in Österreich erst zugelassen werden musste, wurden die Linienflüge von Innsbruck nach Wien und Zürich am 01. April 1980 vorerst mit den Cessna Citations begonnen. Am 09. April 1980 wurde die Maschine in einem feierlichen Festakt mit viel Prominenz von Abt Stöger und Frau Luise Lugger, der Frau des damaligen Bürgermeisters, auf den Namen „Stadt Innsbruck“ getauft. Damit stand die Dash 7 für den Einsatz bereit und die Vorbereitungen der Tyrolean Airways als Linienfluggesellschaft waren abgeschlossen. Die Dash 7 war für viele Jahre das Rückgrat der Flotte und war immer ein sehr verlässliches und bei den Passagieren beliebtes Flugzeug.
Manfred Helldoppler
Fotos: de Havilland Canada, Jakob Ringler