Alle Hände voll zu tun …
… hatten die Innsbrucker Feuerwehren am 7. April 1985. Früh morgens, gegen 3:45 Uhr, bemerkte ein Taxifahrer bei einer Lagerhalle am Fürstenweg ein Feuer und schlug Alarm. Nur wenige Minuten später trafen die ersten Kräfte der Innsbrucker Berufsfeuerwehr an der Brandstelle ein. Aufgrund der gefährlichen Lage – ein Anbau an eine Lagerhalle der Genossenschaft Tiroler Landesprodukte stand in Vollbrand, die Flammen hatten teilweise auch die Lagerhalle ergriffen und die Hausmeisterfamilie befand sich noch in ihrer Wohnung – wurden die Freiwilligen Feuerwehren Amras, Hötting, Mühlau und Wilten-West nachalarmiert. Insgesamt standen 129 Feuerwehrmänner im Einsatz. Sie setzten 43 C- und 54 B-Schläuche sowie 18 Atemschutzgeräte ein, um den Brand von Außen und Innen zu bekämpfen; auch der Monitor des Großtanklöschfahrzeuges (GTLF) trat in Aktion.

Den Einsatzkräften gelang es „ein Übergreifen der Flammen auf Häuser und Firmen in der Umgebung“ zu verhindern. Auch konnten sie den Hausmeister und seine Familie aus „dem stark verrauchten Gebäude, dessen Dachstuhl bereits Feuer gefangen hatte“, sicher ins Freie bringen.

„Gefährlich war die Situation durch zwei Treibstoffwaggons, die auf dem vorbeiführenden Bahngleis standen sowie zwei ortstfeste Tankstellen mit Alkohol. Um 6 Uhr früh war das Feuer gelöscht“, so die NTZ. Die Nachlöscharbeiten beschäftigten die Feuerwehren jedoch noch bis zum späten Nachmittag.

(Titelfoto: StAI, Archiv der Feuerwehr Innsbruck, Fotosammlung der BFI)