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Was Wurde Aus Den Umbauplänen? (Teil 4)

Was wurde aus den Umbauplänen? (Teil 4)

Die Pläne, das Goldene Dachl Gebäude in ein Rathaus im Neogotischen Stil umzubauen wurden nie verwirklicht.

In den Innsbrucker Nachrichten (21. Jänner 1899) erschien ein ganzseitiger Artikel, in welchem unter anderem die Gründe genannt wurden, warum der Umbau des Goldenen Dachl Gebäudes in ein neogotisches nie verwirklicht wurde. Einerseits hätte die Umsetzung der Baupläne Unmengen an Geld verschlungen, die schwer aufzubringen gewesen wären, auch wenn die Sparkasse einen Teil der Kosten übernommen hätte. Andererseits scheiterte das Ganze aber nicht nur an den fehlenden finanziellen Mitteln, sondern auch daran, dass es viele Gegner gab, vor deren Augen die Skizzen des Architekten keine Gnade fanden. Die Innsbrucker Nachrichten berichten Folgendes: „Insbesondere war der damalige Conservator Dr. v. Schönherr der Ansicht, dass jegliche Veränderung des bestehenden Zustandes des Hauses unterbleiben solle, da eine historisch richtige Ausgestaltung, nachdem keinerlei Bild oder Anzeichen von der ursprünglichen Gestalt vorhanden sei, einfach nicht möglich wäre. Außerdem wären im Gebäudeinneren viele technische Hürden zu überwinden gewesen.“

Deshalb wurde beschlossen, nur den Erker gründlich zu restaurieren und das Gebäude neu zu verputzen. Diese Arbeiten wurden in den Jahren 1898 bis 1899 durchgeführt. Schließlich konnten die Innsbrucker Nachrichten berichteten, dass in der Gemeinderatssitzung vom 14. September 1899 Bürgermeister Wilhelm Greil die erfolgreiche Renovierung des Goldenen Dachls bekannt geben konnte.

Porträt des Innsbrucker Bürgermeisters Wilhelm Greil (1850-1928)

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck Ph-M-8109, Bi-139)

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