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Unterwegs Mit Pfarrer Göhlert XXII

Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XXII

Auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1937 sind gleich zwei, heute längst verschwundene Institutionen festgehalten: die „Haller“ (über deren letzten Betriebstag wir an dieser Stelle erst vor Kurzem berichtet haben) und die Fabrik der „Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei (ETAB)“ an der Haller Straße. Gut zu erkennen sind die Verladehalle an der Südostseite der Fabrik, der Abladeplatz für die Mehllieferungen (unter dem großen Vordach) und der Schornstein. Im Frühjahr 2005 wurde die Fabrik abgerissen. Heute befindet sich auf dem Areal ein Lebensmittel-Discounter.

Auch wenn die ETAB ihren Betrieb längst eingestellt hat, der Name ist auch heute noch – über 20 Jahre nach dem sich ihre Tore für immer geschlossen haben – vielen Innsbruckerinnen und Innsbrucker ein Begriff. Über viele Jahrzehnte hinweg prägten die Zielsetzungen und Ideale der Arbeiterbewegung die Unternehmenskultur bei der ETAB. So erinnert sich etwa ein ehmaliger, langjähriger Mitarbeiter: „Sie [die ETAB] war überhaupt sozialmäßig 1a, es hat da nichts zu beanstanden gegeben … (Pause), es war einfach eine kulante großzügige Firma.“ Aber auch die Kriege, Krisen und politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts gingen natürlich an ihr nicht spurlos vorüber…

Wenn Sie nun neugierig geworden sind und mehr über die wechselvolle Geschichte der ETAB erfahren möchten, haben wir hier noch einen aktuellen Buchtipp für Sie:

Karl Eller, Michael Svehla: „Mehr als Brot!“ Die Geschichte der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei (ETAB). Ein rotes Arbeiterexperiment im schwarzen Tirol, Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, Neue Folge 65, Innsbruck 2021.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Slg. Kreutz-Göhlert)

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