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Tracht Kommt Von Tragen…

Tracht kommt von tragen…

… und das Tragen und den Erhalt von Trachten hat sich der „I. Tiroler Volkstrachtenerhaltungs- Schuhplattlerverein Innsbruck“ zur Aufgabe gemacht. Im Stadtarchiv finden sich zwei Entwürfe (für unterschiedliche Vorderseiten oder aber Vorder- und Rückseite) für eine Fahne für besagten, am 15. Juli 1904 gegründeten, Verein.

Auf beiden Entwürfen findet sich mittig, präsent der Tiroler Adler mit ausgebreiteten Schwingen über dem Innsbrucker Stadtwappen auf weißem Grund. Über dem Adler findet sich dessen Lorbeerkranz und auf dem ersten Entwurf ist auch das Stadtwappen mit Lorbeer geziert. Auf dem zweiten Entwurf umgibt ein Banner mit Schriftzug das Wappen. Bei beiden Entwürfen finden sich Blumenornamente (vermutlich Nelken) in beiden unteren Ecken.

Durchgesetzt hat sich ersterer Entwurf der noch mit dem Schriftzug „Gegr. 15./VII. 1904“ versehen wurde. Auf der Rückseite prangt ein in Eichenlaub gekränztes Bild Josef Speckbachers, umgeben vom Schriftzug „Tiroler Sitt‘ und Tracht der Alten, Wollen wir erhalten“ auf rotem Grund und Edelweiß in den unteren Ecken.

Vorderseite der Vereinsfahne.
Rückseite der Vereinsfahne.

Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurden solche Vereine gegründet, um lokale Trachten zu erhalten, die durch industrielle Billig- und Massenkleidung langsam verdrängt wurden. Die Trachten sind unter anderem Teil des Tiroler Selbstbewusstseins und können sich nicht nur von Tal zu Tal, sondern auch von Dorf zu Dorf unterscheiden. Dabei unterscheiden die Trachtenkundler aber auch zwischen historisch gewachsenen, „echten“ Trachten und künstlichen Trachten wie z. B. die Pesendorfer Trachten.

David Goller

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Bi-k-1510-1, Bi-k-1510-2, Bezirkstrachtenverband Innsbruck)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Von Stadtteil zu Stadtteil unterschieden sich diese Trachten ja auch, oder? Nachdem der Herr am letzten Bild offensichtlich eine riesige umgedrehte Kaffeetasse auf dem Kopf trägt, gehe ich davon aus, dass wir hier die Tracht der Inneren Stadt mit all ihren Kaffeehäusern sehen. ^^

    1. Die Gnadenwalder, Haller, Absamer, Rinner etc. werden nicht erfreut sein, wenn Sie als Innsbrucker ihren charakteristischen Hut als riesige umgekehrte Kaffeetasse bezeichen! „Der Herr am letzten Bild“ ist auch nicht gerade irgendwer! Nix für unguat, Herr Schneiderbauer!

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