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Hoch Zu Ross!

Hoch zu Ross!

Oder besser gesagt: „Hoch zu Drahtesel“. Es scheint, dass der Fahrer des leicht umgestalteten Fahrrades entweder über eine rekordverdächtige Beinlänge verfügte, oder doch auf eine Konstruktion aus Stelzen zurückgreifen musste. Nichtsdestotrotz machte er mit Sicherheit auf sich aufmerksam. Genau das wollte er auch bezwecken, denn bei einem näherem Blick auf die Ausstattung des Fahrrades wird ersichtlich, dass es sich um eine Werbeaktion handeln musste.

Zum einen kann man in der Mitte der Lenkerstange ein Megaphon entdecken, dessen Mikrofon sich allem Anschein nach auf Gesichtshöhe des Mannes befindet. Zum anderen sieht man bei der zweiten Abbildung, dass auf der unteren Hinterseite des Fahrrads eine Werbetafel befestigt ist – der Schriftzug ist leider kaum lesbar.

Heute wird man vergeblich nach solchen Werbeaktionen auf der Maria-Theresien-Straße suchen. Vielleicht sollten sich die Werber für etwaige NGOs von dem Herrn eine Scheibe abschneiden.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, KR-NE-1594; KR-NE-1595)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Ich denke es ist ein motorrad, scheinwerfer, telescope, bereifung, fußgangschaltung wie eine alte buch.
    Der tank ist noch oben gezogen worden. Fahrrad hatte zu dieser zeit nur einen bremshebel am lenker. Der zweite hebel den man sieht
    ist die kupplung. Es gab zu dieser zeit buch modorrad 125 od 250 die so ähnlich aussahen.

  2. Das Motorrad trägt jedenfalls ein deutsches Kennzeichen jener Form wie sie bis 1956 ausgegeben wurde, der Buchstabe in der oberen Zeile ist leider nicht genau zu erkennen, ev. ist das ein „H“ für Hessen?
    Auch wenn das am Gepäcksträger montierte Plakat ebenfalls nicht lesbar ist , ist ist die Art der Werbung typisch für eine Veranstaltungswerbung in der Nachkriegszeit. Ev sogar für einen in der Stadt gastierenden Zirkus?

    Zusammen mit den sonstigen abgebildeten Straßenfahrzeugen würde ist den Aufnahmezeitpunkt auf Mitte der 1950er eingrenzen.

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