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Großes Pech …

Großes Pech …

… hatten die Besitzer des Hotels Sonnenburgerhof im Mai 1932. Nur einen Tag nachdem die umfassenden Renovierungsarbeiten am Gebäude abgeschlossen waren, brach im Dachstuhl ein Feuer aus.

„Es war gegen ¾ 9 Uhr vormittags, als einer der Besitzer des Hotels, Albert Grießer jun., bemerkte, daß aus einem Zimmer des 2. Stockes dichte Rauchschwaden drangen. Er verständigte sofort die Berufsfeuerwehr, die alsbald am Brandplatz erschien. Dann folgte die inzwischen von Branddirektor Komm.-Rat Franz Innerhofer alarmierte 6. Kompagnie (Wilten) und dann auch die 1. und 2. Kompagnie der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck.
Der Brand breitete sich hauptsächlich im rechten Flügel des Gebäudes aus und zerstörte den Dachstuhl und die Mansardenwohnungen vollkommen. Wäre das Feuer im Haupttrakt entstanden, dann wäre ihm wohl das ganze Hotel zum Opfer gefallen. Da aber der Wind von Südosten wehte, konnte das Schlimmste verhütet werde. Trotzdem fand das Feuer an den Riegelwänden reichlich Nahrung und war es zu befürchten, daß wenigstens der rechte Flügel niederbrennen würde. Es war nämlich am Anfange der Löscharbeiten ganz unmöglich, dem Feuer von innen beizukommen. Der heftige Wind drückten den Wind ins Gebäude und die Bewohner hatten in der Eile ihre Koffer und Gepäcksstücke auf die Gänge herausgestellt. Hier herrschte aber eine tiefe Finsternis, die das Gehen, auch mit der Rauchmaske, unmöglich machte. Aber auch die starke Rauchentwicklung selbst, hinderte die Feuerwehrmänner am Vordringen.
Zudem stand anfänglich kein Wasser zur Verfügung. In der Nähe des Hotels gibt es keinen Hydranten. Erst als die Straßensprengwägen des Stadtbauamtes angefahren kamen, war es möglich, mit den Schläuchen den erforderlichen Druck zu erzielen.
Das Wasser wurde vom Reservoir am Hohlweg durch ein Aggregat hochgepumpt, von dort zu den Sprengwagen geleitet und durch diese wieder vermittels von je zwei Schlauchleitungen in den Brand geschleudert“, so der Berichterstatter des Tiroler Anzeigers am 7. Mai 1932.

Trotz der widrigen Bedingungen konnte gegen 11:30 „Brand aus“ gegeben werden. Während die 6. Kompagnie die Brandwache übernahm, rückten die übrigen Kräfte von der Einsatzstelle ab. Der Sachschaden wurde auf 10.000 Schilling (rund 37.000 Euro) geschätzt.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-12799)

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