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Gold Und Silber

Gold und Silber

Heute unternehmen wir wieder einmal einen Schaufensterbummel durch die Innenstadt und bleiben am Burggraben an dieser Auslage hängen. Sie gehört zum Juweliergeschäft G. Schönach’s Söhne.
Gegründet wurde dieser renomierte Betrieb von Gottfried Schönach. Er kam 1834 als Sohn eines Bäckermeisters in Biberwier (Außerfern) zur Welt und erlernte den Beruf eines Goldarbeiters. Um 1860 ließ sich Schönach in Innsbruck nieder. Vermutlich befand sich sein erstes Geschäftslokal in der Schulgasse (heute Kiebachgasse), von wo er im Mai 1870 in die damalige Bäckerthorgasse 113 (heute Seilergasse) übersiedelte.

Inserat aus den Innsbrucker Nachrichten vom 10. Mai 1870.

Im Sommer 1885 bezog Schönach ein neues Geschäftslokal am Marktgraben 21 gegenüber vom Stadtspital. Die Bandbreite seines Sortiments reichte von Schmuckgegenständen (Ringe, Broschen, Armreifen) über Silberbestecke bis hin zu Tabatiéren und Feuerzeugen. Bei der Weltausstellung in St. Louis (1905) wurde Schänach für seine Handwerkskunst mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Inserat aus den Innsbrucker Nachrichten vom 15. Dezember 1894.

Um 1901 wechselte Gottfried Schönach noch einmal sein Geschäftslokal und ließ sich am Burggraben 17 nieder. Sein wirtschaftlicher Erfolg spiegelt sich auch darin wider, dass er es zum Hausbesitzer in der Schillerstraße brachte. Verheiratet war er mit Theres Greßl; das Paar hatte mehrere Kinder. Die Söhne sollten einst das väterliche Geschäft übernehmen. In seiner Freizeit scheint der Juwelier Schönach ein begeisteter Bergsteiger gewesen zu sein, den er gehörte der berühmten Innsbrucker Alpinen Gesellschaft „Wilde Bande“ als Gründungsmitglied an, wie aus folgendem Zeitungsbericht hervorgeht:

Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 19. Feber 1914, S. 2.

Wann genau Schönach sich zur Ruhe gesetzt hat, konnte bislang nicht eindeutig rekonstruiert werden. Im Innsbrucker Adressbuch für 1910 findet sich jedoch bereits der Eintrag „G. Schönach’s Söhne, Goldarbeiter und Juweliergewerbe, Burggraben 17“. Vier Jahre später, am 25. Jänner 1914, verstarb Gottfried Schönach im 80. Lebensjahr in Innsbruck.

Todesanzeige aus den Innsbrucker Nachrichten vom 26. Jänner 1914.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph-18834)

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