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Ein Gründungsmitglied …

Ein Gründungsmitglied …

… der Innsbrucker Feuerwehr war der Wildprethändler und spätere Gemeinderat Hans Riegl (1827-1904). Riegl war auch Gründungsmitglied des Innsbrucker Turnvereins und engagierte sich in der Sektion Innsbruck des Touristenklubs und im Innsbrucker Verschönerungsverein.

Briefkopf der Wildprethandlung von Hans Riegl. Im Alter von 27 Jahren erfand Riegl ein Haarwuchsöl, dessen exklusiven Vertrieb er sich vom k.k. Handelsministerium sichern ließ.

Am 14. Mai 1827 kam Johann Nepomuk Joseph Riegl – so sein vollständiger Name – als Sohn des Händlers Georg Riegl und dessen Frau Maria in Innsbruck zur Welt. Eng mit dem gleichaltrigen Franz Thurner befreundet – beide begeisterten sich früh für die Turnbewegung – machte sich Riegl auch um die Gründung der Innsbrucker Feuerwehr verdient. Er trug wesentlich dazu bei, dass die Erkenntnisse und Ideen Thurners in Sachen Feuerwehr in Innsbruck Verbreitung fanden und gehörte zu den 18 Gründungsmitgliedern der Innsbrucker Feuerwehr. Im November 1864 wurde Riegl zum Kommandanten der Rettungsabteilung der Innsbrucker Feuerwehr gewählt. Sieben Jahre später erfolgte seine Wahl zum Kommandanten des neu aufgestellten III. Zuges. Diese Funktion sollte er bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst im Jahr 1881 bekleiden. Parallel dazu engagierte sich Riegl auch im „Deutsch-Tirolischen Feuerwehrverband“ (einem Vorläufer des heutigen Landesfeuerwehrverbandes) u.a. als Kassier.

„Geradezu mit Begeisterung arbeitete Riegl an der Schaffung und der Ausgestaltung des Löschwesens unserer Stadt und in Tirol. […] Unermüdlich war er tätig, die Schlagkraft der Feuerwehr zu erhöhen und das damals noch ziemlich geringe Verständnis für das Feuerwehrwesen, speziell auf dem Lande zu verbreiten. Die freiwillige Feuerwehr Innsbruck ehrte denn auch seine vielen hervorragenden Verdienste durch Ernennung zum Ehrenmitgliede“, heißt es in einem in den Innsbrucker Nachrichten veröffentlichten Nachruf (3. September 1904, S. 3)

Hans Riegl, vermutlich als Kommandant des III. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck.

Am Beispiel von Hans Riegl zeigt sich einmal mehr die enge Verbindung zwischen der Turnbewegung und der Entstehung der ersten Freiwilligen Feuerwehren. Auffallend – wenngleich angesichts der Verbindung zur Turnbewegung nicht überraschen – ist weiters, dass viele der frühen Funktionäre aus dem deutsch-liberalen bzw. deutsch-nationalen Milieu kamen. So saß etwa Hans Riegl von 1879 bis 1897 für die „deutsch-liberale Partei“ im Innsbrucker Gemeinderat.

Auch Gustav Franz Riegl (1861-1910), der Sohn von Hans Riegl (er war mit Margarethe geb. Rainer verheiratet), trat im Alter von 34 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck bei. Trotz seiner vergleichsweisen kurzen Mitgliedschaft erlangte er große Bedeutung, wurde er doch zu einem der Gründerväter der Freiwilligen Rettung Innsbruck.

Gustav Riegl war von 1897 bis 1899 Kommandant der Sanitätsabteilung der Innsbrucker Feuerwehr.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, NL Gustav Riegl)

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