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Ein Gemeinschaftsprojekt …

Ein Gemeinschaftsprojekt …

… zwischen dem Bezirksfeuerwehrverband Nr. 4 (Innsbruck) und der II. Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck stellte die Anschaffung dieses Rüstwagens dar. Das Fahrzeug sollte im Bedarfsfall nicht nur zur Unterstützung bei Einsätzen im ganzen Bezirk ausrücken, sondern vor allem auch den Einheiten im Umland für Übungs- und Schulungszwecke zur Verfügung stehen. Dementsprechend führte der Rüstwagen auf der linken und rechten Seite jeweils den kreisrunden Schriftzug: „Feuerwehr-Bezirks-Verband-Innsbruck“ und in der Mitte: „II. Komp. Feuerwehr Innsbruck“. Offiziell wurde er auch als „Bezirksrüstwagen“ bezeichnet.

Das Fahrgestell, Typ A.F.N., stammte von den Austro-Fiat-Werken, deren Erzeugnisse sich bei der Innsbrucker Feuerwehr damals großen Zuspruchs erfreuten. Den Aufbau übernahm die auf Feuerwehrfahrzeuge spezialisierte Firma Rosenbauer in Linz. Ausstattung und Bestückung des Rüstwagens nehmen sich – zumal für die damalige Zeit – beindruckend aus:

„In Erkenntnis des großen Wertes einer Unterstützung der Löscharbeiten durch Beleuchtung bei Nachtzeit, wurde im rückwärtigen Teil des Wagens eine Lichtmaschine (Dynamo) eingebaut, die mit einem Hilfsgetriebe an den Motor gekuppelt ist und von diesem betrieben wird. Auf der rechten Seite des rückwärtigen Teiles des Wagens befindet sich die Schaltanlage mit einem Amperemeter, Voltmeter und einem Momentschalter. Auf der linken Seite ist ein Kasten für die nötige Unterbringung der Lichtkabeln eingebaut. In der Mitte der Rückseite (oberhalb des Dynamos) ist ein Kasten angebracht, der zwei Scheinwerfer mit den dazu gehörigen Gläsern und Birnen enthält. Die beiden Stative sind in eigenen Kästen auf dem Wagen (innerhalb der Schlauchmulden) angebracht. Eine eigene Anhängervorrichtung ist sowohl für das Mitnehmen einer Magriusleiter [wie auf unserem Titelfoto] oder für eine Motorspritze aufgebaut.“

Auf dieser Aufnahme des Rüstwagens sind einige Details, wie die Kästen unterhalb der Trittbretter oder die Leitern (Schiebe- und Hakenleitern), gut zu erkennen. Adleraugen können auch ein Standrohr entdecken.

„Am Aufbaue des Wagens befindet sich eine zweiteilige Schiebeleiter, eine Garnitur Hakenleitern sowie 2 Reißhaken. Unterhalb der Trittbretter (beiderseits) sind Kästen, zur Unterbringung von Beleuchtungskörpern (Ständerlampen) und verschiedene Werkzeuge, angebracht, während die Stand- und Strahlrohre in das Innere des Wagens eingebaut wurden. Unterhalb der Sitzplätze, die für 15 [!] Mann vorhanden sind, ist Schanzzeug (Schaufeln, Pickel, Sägen, Hacken, etc.) sowie Ersatzmonturen untergebracht. Rückwärts der Chassis sind ebenfalls Schaufeln und Pickel angebracht.“

Anfang September 1931 konnte die II. Kompanie ihren neuen, 50-PS-starken Rüstwagen (Nummernschild: E 503) in Dienst stellen. Bereits zur Monatsmitte fuhr eine Abordnung mit dem neuen Fahrzeug zum Gründungsfest der FF Unterleutasch. Seine „Feuertaufe“ erhielt der Rüstwagen bei einem Großbrand in Völs am 21. Oktober 1931, wo die II. Kompanie die Ausleuchtung der Einsatzstelle übernahm.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-12789)

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