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Diesen Netten Alltags-Schnappschuss…

Diesen netten Alltags-Schnappschuss…

…verdanken wir wieder einmal den scheinbar unendlichen Tiefen der diversen Fischler’schen Fotosammlungen. Zu sehen sind das Ehepaar Fischler, das wohl beim Radeln gerade eine Bekannte oder Verwandte getroffen hat, und nun für einen kleinen „Ratscher“ am Beginn der Innbrücke halt gemacht hat. Irgendwie stockt man als Betrachter kurz beim Anblick des Händedrucks – in Zeiten von Abstandsregeln ist dieser ja doch eine kaum noch praktizierte Art der Begrüßung geworden.

Im Hintergrund sehen wir eine wohl noch sehr junge Version des Metropolkinos, das sich seit dem Jahr 1959 in der Innstraße befindet und uns einen Anhaltspunkt für die Datierung des Fotos liefert. Der Metropol-Gründer Ferdinand Purner betrieb davor lange Zeit das nicht minder beliebte Löwenkino in der Höttinger Gasse 24 – er war also kein Neuling in der Lichtspielbranche und so wurde auch dem Metropolkino eine jahrelange Erfolgsgeschichte beschieden. Aber zurück zu unserem Foto: Interessant ist auch das Gebäude rechts neben dem Metropol. Das sieht doch heute irgendwie anders aus, oder? Wann wurde dieses Gebäude umgestaltet? Kriegsschäden sind ja auszuschließen…

Wir bedanken uns bei Josef Schönegger für das schöne Foto. (Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Dig-982)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. „…Linke kommt vom Herzen“, so hat man oft zur Entschuldigung gesagt, wenn man wie die Dame (nicht „Frau“!) in Schwarz in der rechten Hand etwas hielt, was man nicht schnell genug in die linke Hand nehmen konnte.
    Und die Fahrräder! Wie haben die Ärmsten damals damit auch nur ein paar Meter fahren können! Wahrscheinlich Innennabe mit Rücktritt, nicht einmal 3-Gang. Sie fuhren ja so langsam daß ein Helm eine glatte Nummer für die Höttinger Nudl gewesen wäre! Und überhaupt: Licht!! Klingel!!! Und Kotflügel, weil man nicht beriet war, dem Straßendreck zu erlauben, einem den Rücken zu bekleckern. Die Gepäckträger schließlich weisen die Drahtesel eindeutig als praktisches Nutzfahrzeug aus..hoffnungslos unsportlich :-).
    Sehr typisch die Handtasche, die anfangs der 60er modern gewesen ist, meine Mutter hatte fast die gleiche. Alles Plastik, damals aufregender als wie Leder.
    Die Aufmachung des geradezu selbstverständlich schlanken Herrn mit dem dünnen Strickjackele und dem bis zum Kragen zugeknöpften Hemd lassen ihn zusammen mit den schlichten gangschaltungslosen Fahrrädern auch nicht weit weg von den 50ern datieren.

    Zum Haus rechts vom Metropol kann ich nur sagen: Ja, sieht anders aus. Die Rundbögen unten sind riesig und haben anscheinend den ganzen Vorrat an Rundbogenkreativität des Baumeisters aufgebraucht, ab dem ersten Stock schlichte Rechtecke. War unten einmal eine Bank?

    1. Ja, im Erdgeschoss neben dem Metropolkino war lange Zeit eine Filiale der Raiffeisenkasse Innsbruck (damals noch organisatorisch getrennt von der Raiffeisen-Landesbank Tirol).

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