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Die Wiedergründung Der FF Hungerburg

Die Wiedergründung der FF Hungerburg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich die im Jahr 1928 gegründete Freiwillige Feuerwehr Hungerburg in Auflösung. Mehrere Versuche neue Mitglieder zu werben, brachten nicht den gewünschten Erfolg und so rüsteten die wenigen verbliebenen Mitglieder der Einheit mit 2. Mai 1947 endgültig ab.

Die Mitglieder der FF Hungerburg mit ihrem ersten Kommandanten Anton Fabro sen. (erste Reihe, ganz rechts), aufgenommen im Jahr 1929.

Der Brandschutz auf der Hungerburg lag damit in den Händen der Nachbareinheiten bzw. der Berufsfeuerwehr. Aufgrund der exponierten Lage, der damit verbundenen langen Anfahrtszeit (seitens der Berufsfeuerwehr wurden hierfür unter „günstigen Verhältnissen“ 15 Minuten veranschlagt) und der regen Bautätigkeit auf der Hungerburg war dies kein Dauerzustand.

Daher wurde in der Kommandantschaftssitzung am 27. Dezember 1962 beschlossen, eine Neugründung der FF Hungerburg zu versuchen. Wie schon im Jahr 1928, so stand auch diesmal die FF Mühlau als Mutter an der Wiege. Binnen 50 Tagen gelang es Anton Unteregger (Kdt. der FF Mühlau) und dem Beamten der Nordkettenbahn, Alois Pirchner, 13 Männer für dieses Vorhaben zu gewinnen.

Alois Pirchner erwarb sich um die Wiedergründung der FF Hungerburg große Verdienste. Noch im Jahr 1963 wurde er zum 1. Gruppenkommandanten und 1964 zum 1. Zugskommandanten ernannt, ehe er 1965 von seiner Mannschaft zum Kommandanten gewählt wurde.

Nun ging es schlag auf Schlag: die Gründungsversammlung fand am 14. Feber 1963 in der Linde statt, am 2. Mai wurden die provisorischen Uniformen und Helme ausgegeben, am 30. Mai schließlich – unter der fachkundigen Leitung von Anton Unteregger, Ernst Waldner, Rudolf Wille und Sepp Kistl (alle FF Mühlau) – der regelmäßige Schulungs- und Übungsbetrieb aufgenommen und im November 1963 mit dem Bau eines Gerätehauses an der Gramartstraße begonnen. Wenig später konnte auch das erste Löschfahrzeug (Typ VW) und ein Löschkarren übernommen werden.

Im Rahmen der 90. Jahreshauptversammlung der FF Mühlau (6. März 1964) konnten alle 15 Mitglieder der Löschgruppe Hungerburg angelobt werden. Keine drei Wochen später rückte die Löschgruppe zu ihrem ersten Einsatz, einem Waldbrand am Schillerweg, aus.

Nachdem Ende Mai 1964 auch das Gerätehaus fertiggestellt war, lud der Bezirksfeuerwehrverband Innsbruck-Stadt am 20./21. Juni 1964 zum „Wiedergründungsfest der FF Hungerburg“ ein. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand eine große Schauübung mit Beteiligung der Berufsfeuerwehr, der FF Mühlau, der Rettung und der Löschgruppe Hungerburg. In einem zeitgenössischen Bericht heißt es dazu:

„Trotz Nebel und leichten Regens hat[te] sich eine große Zahl von Zaungästen eingefunden, die sich von der Schlagkraft der Innsbrucker Feuerwehr und besonders vom Ausbildungsstand ‚ihrer‘ Feuerwehr-Gruppe ein Bild machen konnte. Vor allem konnten sie sehen, wie wichtig es war, hier eine Feuerwehr-Gruppe zu bilden, da die Berufsfeuerwehr, die gleichzeitig mit der Hungerburger Wehr verständig wurde, erst nach gut 10 min mit 2 Fahrzeugen und 1 Drehleiter eintraf, während dieser Zeit die Kameraden der Hungerburg bereits voll im Einsatz standen.“

Das Übungsobjekt am Hungerburgweg.
Die Mitglieder der Löschgruppe Hungerburg sind nach dem Eintreffen am Übungsort hinter ihrem LLF angetreten und warten auf die Befehle.
Die Löschwasserversorgung war rasch aufgebaut.
Alle Hungerburger Florianijünger waren mit vollem Einsatz dabei – hier der langjährige Kommandantstellvertreter und spätere Kommandant Heinrich Prader.
Wasser Marsch! Sichtlich zufrieden schreitet Alois Pirchner an seinen Männern vorbei.
Auch die Rettung und die Berufsfeuerwehr beteiligten sich an der Übung.

Die Mitglieder der Löschgruppe Hungerburg hatten sich bei dieser Übung voll bewährt. Daher wurde ihre Gruppe zum Löschzug erhoben. Im darauffolgenden Jahr wurde der Löschzug Hungerburg im Rahmen des 17. Bezirksfeuerwehrtages auf der Seegrube schließlich (wieder) zur selbstständigen Einheit erhoben.

Mit berechtigtem Stolz präsentierten Kdt. Alois Pirchner und sein Stellvertreter Heinrich Prader die Erhebungsurkunde zur selbstständigen Einheit dem Fotografen, 9. Oktober 1965.

(Quelle: 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hungerburg 1928 – 1963 – 2018, Hungerburg 2018 / Chronik FF Hungerburg)

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