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Die Dreifaltigkeitsglocke

Die Dreifaltigkeitsglocke

Die Jesuitenkirche wurde 1627 an der Stelle einer Vorgängerkirche errichtet und 1646 der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Aus Geldmangel konnten die Fassadentürme nicht fertiggestellt werden.

Erst 1901 ermöglichten großzügige Spenden von Johann von Sieberer und Leonhard Lang die Vollendung der Türme. Die Glockengießerei Chiappani in Trient erhielt den Auftrag sieben neue Glocken zu gießen. Die alten Glocken wurden mit Ausnahme der Silber-Glocke in die Spitalskirche in der Maria-Theresien-Straße überführt. Eine der neuen Glocken war die Dreifaltigkeitsglocke, die 1901 von Clara und Leonhard Lang anlässlich der Vollendung der Fassadentürme der Jesuitenkirche gestiftet wurde.

Leider war die Dreifaltigkeitsglocke bald defekt. In den Innsbrucker Nachrichten vom 15. November 1913 erschien dazu folgender Artikel:

„Die große Jesuitenglocke, ein Geschenk des Privatiers Lang in Innsbruck, wird jetzt umgegossen. Die große, schöne Glocke hatte bekanntlich bald nach ihrer Fertigstellung und dem umständlichen Transporte in einen der beiden Türme der Jesuitenkirche einen starken Defekt, durch den sie unbenutzbar wurde. Sie hing nun lange genug in dem Turme, jetzt hat man sich entschlossen, sie umgießen zu lassen. Zu diesem Zwecke wird derzeit auf dem Platze vor der Jesuitenkirche ein Gerüst aufgestellt, um den Transport der schweren Glocke von und zum Turm bewerkstelligen zu können. Die Glocke kommt zum Umgusse in die Werkstätte Chiappanis nach Trient. Wie wir vernehmen, wird die Glocke noch um 1000 Kilogramm schwerer als sie bisher war.“

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sommer 3-066)

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