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Der Große Brand

Der große Brand

In der Nachmittagshitze des 8.7.1895 bracht im Stadl des Gasthofs „Rainerwirt“ in der Schneeburggasse ein Feuer aus. Es handelte sich dabei um den größten Brand in Hötting nach jenem im Jahr 1641. In den Innsbrucker Nachrichten des Folgetages war zu lesen:

„Im Stadl des Rainerwirtshauses in Hötting […] kam nachmittags gegen 4 Uhr Feuer zum Ausbruche, welches mit solcher Geschwindigkeit um sich griff, dass in kurzer Zeit ein Complex von zwölf Häusern ein Raub der Flammen wurde. Das Feuer breitete sich, bei einem glücklicherweise nicht sehr starken Südostwind in Kürze auf die dem Rainerwirtshause benachbarten Objecte, die in der sogenannten „Saugasse“ und in der langen Gasse gelegenen Häuser, welche mit ihren durchhitzten Holzdächern den Flammen günstige Angriffspunkte boten, aus. […] Die Feuerwehren aus der nächsten und ferneren Umgebung von Innsbruck waren am Brandplatze erschienen, so Innsbruck mit der Dampfspritze und der Landfahrspritze, Wilten, Hall (die Turner- und die Salinenfeuerwehr), Absam, Mühlau, Arzl, Thaur, Pradl, Ambras, Völs, ferner Sistrans, Mutters und Natters, welch‘ letztere drei Feuerwehren gestern die Feuertaufe erhielten. […] Eine ungeheure Menge Neugieriger drängte sich an den Punkten, welche einen Blick auf die Brandstätte boten, so bei dem Platz vor der [alten, Anm.] Höttinger Kirche und auf den Hügeln ober derselben. Wenn man von dort oben auf das Flammenmeer hinabsah, von dem die Flammensäulen nach Norden schlugen, diesen ganzen Dorftheil bedrohend, dann war wohl die Hoffnung eine geringe, dass es gelingen werde, dem unheilvollen Elemente so bald Einhalt zu tun.“

Des Weiteren wird berichtet, dass das angrenzende Schneeburgschlössl aufgrund der Windrichtung glücklicherweise verschont blieb, dafür andere Hausbesitzer großen Schaden erlitten. Der „Rainerwirt“ wurde im Anschluss wieder aufgebaut. Das Gebäude erhielt dabei seine heutige Form (heute Schneeburggasse 8).

Hier zu sehen sind die Ruinen der Häuser in der Schneeburggasse. Weitgehend verschont blieben westwärts der Besitz ehemaligen Schützenhauptmannes Peter Gogl (links, heute Schneeburgg. 21) sowie das damals gerade neu errichtete Nattererhaus (rechts, heute Dorfgasse 2).

Stadtarchiv Innsbruck, Ph-G-10170

Blickrichtung Norden: Auch in der Bachgasse waren Häuser betroffen. Stadtarchiv Innsbruck Ph-G-10169.
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