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Alles Walzer!

Alles Walzer!

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des I. Weltkriegs waren Ballspenden (Damenspenden) in Form von kleinen Notizbüchern, in denen die Reihenfolge der Tänze aufgelistet waren, modern. Die jungen Damen, die in Begleitung der Eltern oder einer Anstandsdame, einen Ball besuchten, konnten ihre Tanzpartner für den jeweiligen Tanz in das Büchlein eintragen. Es wurde also schon zu Beginn des Balles festgelegt, wer mit wem die Tänze absolvieren würde. Zu den beliebten Tänzen gehörten Walzer, Polka, Quadrille und Galopp. Angeführt wird auch die „Ruhe“, eine einstündige Pause zu Mitternacht, um zu plaudern und sich zu stärken. Danach vergnügte man sich mit dem Tanzen weiter.

Die Gestaltung der Damenspende entwickelte sich mit der Zeit immer aufwendiger, so dass sich diese Ballspende allmählich zu einer „Kostbarkeit“ entwickelte und zu einem heiß begehrten Souvenir der Ballbesucherinnen wurde.

Eine besonders aufwendig gestaltete Ballspende erhielten die Damen beim Bürgerball am 03. Februar 1897 in Innsbruck. Auf der Plakette aus Zinn ist die Maria-Theresien-Straße mit Blick auf die Annasäule abgebildet. Der Anhänger lässt sich öffnen und man findet darin einen kleinen Spiegel.

(Stadtarchiv Innsbruck Re-727, Re-726 und Re-728)

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