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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Wer Bin Ich_Teil 22_Friedl Wolfgang

Wer bin ich_Teil 22_Friedl Wolfgang

Gesucht wurde nach Gottfried Wolfgang, besser bekannt als „Friedl Wolfgang“. Der am 30. Oktober 1908 in Lilienfeld Geborene war eng mit dem Skisport verbunden. Zu seinen Trainern gehörten Mathias Zdarsky, Willi Egger und Guzzi Lantschner. Den ersten großen Erfolg feierte er im März 1931 bei den Rennen am Schneeber. Dort belegte er in der Kombinationswertung von Abfahrt und Slalom den zweiten Platz.

Im Jahr 1933 begann seine Trainerkarriere. Friedl Wolfgang betreute unter anderem die österreichische, italienische und belgische Damennationalmannschaft. Im Herbst 1935 beendete er sein Studium Turnen und Geografie an der Universität Wien. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er das Bundessportheim St. Christoph und war Chefskilehrer und Bergführer für die britischen Truppen.

1949 wechselte er als Wintersportreferent in die Kurverwaltung nach Bad Gastein. Dort organisierte Friedl Wolfgang 1958 erfolgreich die Skiweltmeisterschaft. Die „WM der Superlative“ galt als Testveranstaltung für eine mögliche österreichische Olympiakandidatur. Die von ihm angelegten Rennpisten hatten Vorbildwirkung in der ganzen Welt. Neben dem sportlichen Erfolg war die Veranstaltung auch ein wirtschaftlicher Erfolg.

Der nun international anerkannte Fachmann wurde für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 1964 nach Innsbruck geholt. Als Generalsekretär des Organisationskomitees der IX. Olympischen Spiele startete er am 2. Mai 1961 seine Arbeit. Sein Aufgabengebiet fasste er folgendermaßen zusammen: „Die Olympischen Winterspiele sind harte sportliche Konkurrenz. Es ist Plicht des durchführenden Landes, für alle Teilnehmer gleich gute Bedingungen zu schaffen und den Nachrichtendienst so auszubauen, daß die weite Welt, die Wettkämpfe unmittelbar miterleben kann. Wir werden uns bemühen, die Winterspiele in einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung und Freundschaft abzuwickeln.“

Nach den erfolgreichen Spielen leitete Professor Wolfgang die Abteilung Sport beim Amt der Tiroler Landesregierung.

Er erhielt 1958 das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und 1964 den Ehrenring der Stadt Innsbruck.

Professor Friedl Wolfgang starb am 14. Oktober 1984 in Waidhofen an der Ybbs.

(Professor Friedl Wolfgang hielt anlässlich der Ehrenzeichenverleihung an Olympische-Komitee-Mitglieder eine Rede, Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Foto Frischauf, Ph-3036, 1964)

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