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Von Der HISTA 5 Zur FF Reichenau

Von der HISTA 5 zur FF Reichenau

In den 1970er-Jahren wurde dem Katastrophen- und Zivilschutz seitens der Politik und der Stadtverwaltung immer größere Aufmerksamkeit geschenkt und in weiterer Folge mit dem Aufbau von Hilfestationen (HISTA) im ganzen Stadtgebiet begonnen. Deren Mitglieder sollten im Katastrophenfall die Blaulichtorganisationen entlasten, in dem sie vor Ort in den Stadtteilen Hilfe zur Selbsthilfe leisteten. Insgesamt existierten in Innsbruck 17 solcher Hilfestationen, darunter auch eine in der Reichenau (HISTA 5). Dort gestaltete sich Werbung von Bürgerinnen und Bürgern für den Freiwilligendienst im Rahmen der HISTA zunächst schwerer als in den Stadtteilen mit einer dörflichen Struktur. Daher rief der Leiter der HISTA 5, Ing. Werner Erhart, im Mai 1977 über das Amtsblatt der Landeshauptstadt die Bewohnerinnen und Bewohner der Reichenau zur Mitarbeit auf. Dieser Appell dürfte seine Wirkung nicht verfehlt haben, denn es fanden sich nicht nur eine stattliche Anzahl an Idealisten, sondern es gelang Erhart gemeinsam mit Harald Fröhlich in den folgenden Jahren die Grundlage für die Gründung einer eigenen Feuerwehr zu schaffen.

Im März 1982 erfolgte die Gründung der Löschgruppe Reichenau, deren Ausbildung die FF Mühlau übernahm. In rund 3.000 Übungsstunden wurde den angehenden Florianijüngern das nötige praktische und theoretische Rüstzeug vermittelt. Nach zwei Jahren kontinuierlicher Ausbildungs- und Aufbauarbeit war es dann am 21. September 1984 soweit; im städtischen Zentralhof wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengästen, darunter Bürgermeister Niescher, Branddirektor Angermair und Bezirksfeuerwehrkommandant Muglach, die Löschgruppe Reichenau zur selbstständigen Einheit erhoben. Zugleich wurde Harald Fröhlich – wir sehen ihn auf unserem Titelfoto (2. v.l.) – von den 28 Mitgliedern der FF Reichenau zum ersten Kommandanten gewählt. Das Schutzgebiete der neuen Wehr – der 10. im Bezirk Innsbruck-Stadt – umfasst neben der Reichenau auch einen Teil von Pradl und seit dem Jahr 2000 auch den Haupt- und Frachtenbahnhof.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Archiv der NTZ, Foto: Erich Birbaumer)

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