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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Ein Ungewöhnliches Gespann

Ein ungewöhnliches Gespann

Bei der Durchsicht unserer Pressefotos stößt man immer wieder auf Fahrzeuge, bei denen man zunächst zweimal hinschauen muss. Unser heutiges Bild ist dafür ein besonders schönes Beispiel.

Im Mittelpunkt steht ein stattliches Arbeitsfahrzeug, an dessen Heck offenbar gerade gearbeitet wird. Doch mindestens ebenso interessant ist das deutlich kleinere Gefährt davor. Mit seinen zwei Rädern und der großen Ladefläche bzw. dem Laderaum wirkt es wie eine eigenwillige Mischung aus Anhänger, Transportgerät und Fahrzeug. Aber was genau haben wir hier eigentlich vor uns und wofür wurde es verwendet?

Auch der Aufnahmeort ist auf den ersten Blick nicht ganz leicht zu bestimmen. Die Häuser im Hintergrund, die Tankstellenschilder an der Hauswand und vielleicht auch das eine oder andere bauliche Detail könnten unseren ortskundigen Leser*innen aber sicher auf die Sprünge helfen, oder?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-PR-1183)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Ich vermute, der Anhänger des Zugwagens ist wahrscheinlich für die Aufnahme einer Schlauchtrommel vorgesehen. Der lange Spülschlauch kann auf eine Trommel aufgewickelt und mit dem Anhänger transportiert werden indem die Schlauchtrommel auf die aufgebockte Achsgabel (mit Steckverschluss) eingehängt wird. Der Anhänger hat eine dichte Wanne und ich vermute, dass restliche Abwässer, welche sich noch in der Schlauchrolle befanden in diese Wanne entleert und für die Entsorgung abtransportiert wurde. Damit die „Suppe“ nicht überläuft und die Stadt nicht verstinkt, wurde die Wanne mit zwei Scharnier-Deckel verschlossen.
    Aber das ist nur eine Vermutung und ich bin kein „Surtaucher“ 😉
    Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann: Auf dem Foto wurde der Kanaldeckel abgehoben und der große Tank-Spülwagen hat am Heck eine Spülpumpe und es wird gerade ein Schlauch in den Kanal für den Spülvorgang abgelassen.

  2. Blickrichtung stadteinwärts. Und rechts ist das uralte Zinshaus Fürstenweg 51 mit dem hier schön zusehenden Haus 51a dahinter, welches ich fälschlicherweise dem Tankstellen Troppacher zugeordnet habe. Inzwischen ist es mir – hoffentlich richtig . eingefallen: Das Castrol Schild gehört zur Firma Plangger.
    Das Viertel ist heute bis zur Unkenntlichkeit neu bebaut und der Plangger in die Hallerstraße geflüchtet.

    An diese Kanalreinigungsvehikel kann ich mich schon noch so dunkel erinnern. Allerdings gabs da einfachere oder neuere, ein Wasserkessel mit einer quer angebrachten Schlauchrolle.

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