Raritäten aus der Sammlung Kreutz – XXVII
Nach langer Zeit graben wir heute wieder einmal diese Reihe aus. Dabei kann ich nicht einmal sicher sagen, ob es sich um eine Rarität handelt. Bei dieser Aufnahme bin ich aber recht zuversichtlich.
Eine Aufnahme einer (teilweise wortwörtlich) eingleisigen Strecke. Drei wackere Arbeiter mühen sich redlich ab. Sehr viel Eisenbahnerisches kann ich Ihnen dazu auch nicht verraten. Warum so viel Straße hier planiert wird ist auch eine Frage.
Wir befinden uns südlich der Arlbergbahn. Der Block im Hintergrund steht am Südring. Rechts davon die Neuhauserstraße. Wenn man diese nach Süden verfolgt, dann kommt die Unterführung und man tritt in der Duilestraße wieder an die Erdoberfläche. Dann befänden wir uns an der Ecke Duilestraße mit Feldstraße. ABER: Geht sich das aus? Oder, anders rum gefragt: Ist das links das Nordost-Eck des ehemaligen Konsums?
Und wenn das so ist, dann fragen wir uns was die besetzte Straßenbahn zu ebener Erde hier tut. Irgendwie geht sich das nicht aus, oder? Und was sind das eigentlich für Hütteln auf der anderen Straßenseite?
Weiters darf man sich verwundert zeigen, wie viele Menschen hier herum sind. Außerhalb der Schulzeiten ist man hier heute recht einsam.
Ob ich Sie jetzt einigermaßen verunsichert habe weiß ich nicht. Ich will Sie ja dazu bringen, mit diesem Foto zu ringen. Und wenn mir das gelungen ist, dann ist es eine würdige Rarität aus der Sammlung Kreutz.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Kr/Ne-7931)
Das ehemalige KONSUM war in das Gebäude der ETAB-Fabrik integriert, bin gespannt auf die anderen Kommentare.
Das Foto könnte im Zusammenhang mit dem Bau der Konzertkurve in der 50ern entstanden sein.
Eine echte Rarität!
Das Haus links ist das ehemalige Haus am Prämonstratenserweg im nackten NF-Ziegelkleid. Später ging knapp östlich davon die Konzertbrücke vorbei.
Das Haus wurde später einmal vergrößert, irgendwann stand es dann leer, wurde von Obdachlosen genutzt und es brannte zweimal. Schließlich wurde es abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt.
Es ist sicher mehrfach auf früheren Beiträgen zu sehen, die ich jetzt aber nicht suche.
Das Bild scheint während der Bauphase Konzertkurve der Bahn und Konzertbrücke der Straße entstanden zu sein, das Gleis scheint ein eiliges Provisorium gewesen zu sein(?).
Das ist so ein Beitrag mit dem Haus ebenfalls noch im Rohbau https://innsbruck-erinnert.at/ein-mal-in-die-andere-richtung/ oder auch https://innsbruck-erinnert.at/raritaeten-aus-der-sammlung-kreutz-xx/
und https://postimg.cc/KkHfJn5K
Laut Luftbildern wurde das Haus noch in den 40er Jahren bald nach dem Krieg gebaut. Der Zubau in Form ein kreuzförmigen Erweiterung des Grundrisses war 1995 erstmas zu sehen. 2013 abgerissen wurde 2019 ein Neubau errichtet.
Laut „Häusermeer“ wohnte dort – Pastorstraße 6 = Prämonstatenserweg 5 – von 53-76 eine Familie Wögerbauer als Besitzer,
Bei der provisorischen Gleisstrecke im Vordergrund muss es sich um eine temporäre Verbindung der Linie 1 durch den Ostteil der gerade entstehenden Pastorstraße zur Duilestraße und zum Westbahnhofviadukt gehandelt haben. Damit wurde die Konzertbrücken-Baustelle südseitig umfahren. Ich kann mich nicht erinnern, davon schon einmal ein Foto gesehen zu haben. Deshalb wieder mal vielen Dank dafür. Die Aufnahme dürfte um 1954 entstanden sein.
Nach dem Bau der Konzertbrücke wurde westlich dieser kein Gleis mehr benötigt, auch der Umladebahnhof der Straßenbahn gegenüber dem Konsumlager wurde ja zeitgleich stillgelegt. Dann war da lange nichts, und seit ein paar Jahren gibt es in diesem Teil der Pastorstraße wieder ein Doppelgleis zum Depot Duilestraße der Straßenbahn.
Diese temporäre Strecke muss an die temporäre Strecke entlang des Westteils der Pastorstraße angeschlossen haben, deren Einfahrt hier zu sehen ist: https://innsbruck-erinnert.at/verkehrschaos/
Im Hintergrund sehen wir einen Zug der Linie 1 noch auf deren alter Strecke entlang der damals noch „diagonal“ (relativ zur Bahn) vom Bergisel zum Westbahnhof verlaufenden Straße.