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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Konditorei Café Meran

Konditorei Café Meran

Ich glaube, dass auch die meisten heutigen Bewohnerinnen und Bewohner dieses Straßenzugs nicht mehr viel mit dem Namen des Café Meran anfangen können. Man findet auch in den Unterlagen nichts von dem Lokal. Wer kann da weiterhelfen?

Wohl schon viel mehr mit der Apotheke vorn an der Straßenkreuzung. Welche Straße führt denn da einigermaßen von Nord nach Süd?

Wenn ich mich nicht täusche, ist vorne rechts hinter dem Eck eine Polizeiwachstube. Vermutlich nennt man heute so eine Einrichtung irgendwas mit „Citizens Service Center“. Oder irgendein ähnlicher Unfug.

Die Weitläufigkeit der ganzen Szenerie ist recht untypisch für Innsbruck. Das lässt auch die letzten Zweifel an der Situierung schwinden. Aber Sie haben die Straße ohnehin sofort erkannt. Sie ist in ihrer Ausprägung und Länge wohl Einzigartig in Innsbruck. Immerhin sind wir schon bei Hausnummer 41, also etwa bei der Hälfte.

Interessant sind die Pfeile, die auf die Luftschutzkeller hinweisen. Wer kann denn noch Erlebnisse dazu berichten?

Das führt uns noch zur Datierung. Kriegsnähe ist klar. Neubaugebiet auch. Aber befinden wir uns vor der ersten Bombardierung von Innsbruck 1943 oder später? Und wenn ja, wie viel später?

So gibt uns auch dieses Foto noch die ein oder andere (weiche) Nuss zu knacken.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck RM/PL-1081)

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Auch Unpradler kennen diesen Boulevard Gümpp. Und da gibt es immer noch eine Konditorei, oder? Ob sie noch Meran heißt – jedenfals einmal ein Pendant zum Cafe Bozen in der gar nicht so unähnlichen Speckbacherstraße.

    1. Ach geh, schnell Streetview geschaut und schon mein erstes Erratum des Jahres eingehandelt. Jetzt ist das ein Pizza-Kebap Lokal, nur der kleine Baldachin über dem Eingang erinnert zunehmend verblassend an den alten Namen „Zimt & Zucker“.

      1. Soeben teilte mir ein Mitglied meiner Familie mit: „….und jetzt gibts dort die „Pizza kommunista“. Man sei nämlich eines Tages dort nichtsahnend eingekehrt, als von der anderen Straßenseite drüben sich nach und nach einige Gäste einfanden, die eine solche Bestellung aufgaben –
        „to go „anscheinend.
        (Ohne Gewähr – ich kehre nirgends mehr ein – also nicht eigene Erfahrung!)

  2. Ja ja, noch gut erinnerlich, das Café Meran in der Gumppstrasse, später (nach dem Namen der Betreiberfamilie) Café Kaufmann, dann „Zimt und Zucker“. Nach den Kaufmanns wechselten die Betreiber, mir ist noch ein Türke in Erinnerung, der keinen Alkohol ausschenkte. Da ging ich doch lieber auf ein Bier in die schief gegenüber liegende Tiroler Weinstube. Gegenüberliegend das Politbüro der KPÖ Innsbruck (gibt’s das noch ?). In meiner Kindheit hiess es immer „Des sein die Kommunischtn !“ Ich wusste damals nicht, was das bedeutete, aber der Tonfall liess mich darauf schließen, dass das gaaanz was Schlimmes sein musste. An der Ecke Gumppstrasse/Langstrasse die Neue Heimat Tirol, gegenüber die bereits erwähnte gute alte Tiroler Weinstube, gegenüberliegend (also um die Ecke vom KPÖ Büro) das Polizeiwachzimmer Pradl und schlussendlich, als vierter Punkt im Quadrat die im Artikel bereits erwähnte Apotheke, alles noch vorhanden. Werde doch wieder einmal auf ein Bier in die Weinstubn schauen müssen…

  3. Nachtrag: ganz rechts im Bild der überbaute Gehsteig, darunter hatte der Metzger Ploner sein Geschäft. Als Kind fragte er mich beim Einkauf (meistens mit der Mutter) immer: „Meggsch a Blattl ?“, was ich regelmäßig bejahte. Daraufhin bekam man dann eben „a Blattl“ Extra- oder sonstige Wurscht geschenkt, welches ich stets laut schmatzend in meinem Schlunde verschwinden ließ.

  4. Café-Konditorei Kaufmann bzw. „Zimt und Zucker“ gibt es nach wie vor, nur halt nicht mehr in Pradl, sondern in der Herzog-Friedrich-Straße 9.

  5. Ich nehme an, dass dieses Foto noch vor dem Kriegsende aufgenommen wurde, die Leere spricht dafür. Die Arbeiten am südlichen Gehsteig sind schon länger eingestellt, dafür hatte man kein Geld und keine Arbeiter mehr, langsam wächst schon Gras darüber. Andererseits wurden die Hinweispfeile für die Luftschutzräume (darüber wurde ja in diesem Blog schon geschrieben) erst ab März 1944 aufgebracht. Vielleicht also Winter 1944 / 45.

  6. Im Jahre 1958 gab die Pfarre Pradl anlässlich des 50jährigen Jubiläums das Büchlein „Alt- und Neupradl, ein Heimatbuch“ (Schriftleitung Dr. Fritz Steinegger) heraus und ließ es von zahlreichen Pradler- und auch Stadtfirmen finanzieren. Café – Konditorei Meran, Besitzerin Elise Brenn, war auch dabei.
    https://postimg.cc/2bWc8vX0

  7. Bitte die legendären Radrennen rund um den Eichhof nicht vergessen. Nach dem Rennen auf einen Kaffee und ein ein Küchlein ins Meran.Dann weiter östlich beim Hofer die Passbilder abholen und beim Schlögl ein Packerl Nägel kaufen.
    Das Meran war auch ein beliebter Treffpunkt für die ersten Dates mit der Weiblichkeit………..
    Hatte ich im Laurin Kino Dienst brachte mir der Chef Herr Kinigadner Kuchen und Kaffee To Go vom Meran in die Vorführkabine. Das sind meine Erinnerungen rund um das Caffe MERAN

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