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Im Fluge

Im Fluge

Seit 95 Jahren gibt es in Innsbruck einen Flughafen und seit 61 Jahren gehört Innsbruck zum Streckennetz der Fluglinie mit der Rot-Weiß-Roten Heckflosse. Unser Foto zeigt eine zweimotorige Douglas DC-3 der damals noch staatlichen Austrian Airlines vor dem Brandjoch. Starts und Landungen in Innsbruck sind immer ein ganz besonderes Erlebnis, nicht nur für die BewohnerInnen der Stadt, die ihr Grätzel aus der Luft bestaunen …

LuftfahrtexpertInnen – zu denen der Verfasser dieser Zeilen eindeutig nicht zu zählen ist 😉 – können anhand der oben angeführten Eckdaten auch den Aufnahmezeitpunkt eingrenzen, da die DC-3 zwischen dem 1. Mai 1963 und dem 30. April 1966 im AUA-Binnenflugverkehr zum Einsatz gelangte.

In diesem Zeitraum stieg die Zahl der Landungen von Verkehrsflugzeugen am Innsbrucker Flughafen, der damals in erster Linie von der AUA, der Swissair und den British Eagle International Airways angeflogen wurde, deutlich an. Waren es 1955 nur 168 gewesen, so zählte man 1963 deren 786 und im Olympiajahr 1964 erstmals sogar 1.000 Landungen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, NL Bittner / Kirsch – Quelle: Tanja Chraust, Flughafen Innsbruck. Von den Anfängen bis 2010, Innsbruck, 2011)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Der Zufall wollte es, dass dieser unkommentierte Beitrag wieder einmal in der Auswahl der aktuellen Webseite auftauchte.

    Ich freue mich über die Erinnerung an dieses kleine Verkehrsflugzeug, welches auf der ganzen Welt verbreitet war. Ich habe noch immer das Geräusch der mächtigen Pratt & Whitney Sternmotoren in Erinnerung. Hier, beim Landeanflu,g mit gedrosselter Leistung.

    Zur AUA kam es zu einer Zeit, als es von den anderen großen (in Sinn von nationalen) Fluglinien schon lange ausgemustert war. Sie hatten die Namen Erika, Enzian und Edelweiß. Die Maschine hatte keine Druckkabine, mußte also niedriger fliegen als die höchsten Berge hoch waren, von der maximalen Flughöhe bei Ausfall eines Motors gar nicht zu reden. Man flog halt zwischen den Bergen durch die Täler und der Passagier, der damals noch gerne aus dem Fenster schaute, hatte eine herrliche Aussicht auf die Landschaft.

    Ein Vorteil dieses eigentlich veralteten Flugzeuges war wohl eben diese Verwendbarkeit in geringer Flughöhe, wenn bei Schlechtwetter ein Anflug in Innsbruck nicht anders möglich war, als vom Unterinntal herein dem Inn entlang zu fliegen. Heute unvorstellbar. Anflugverfahren im heutigen Sinn gab es damals in Innsbruck nicht. Die hätte die DC-3 mit ihrer schwachen Steigfähigkeit aber wahrscheinlich ohnehin nicht nutzen können.

    Den Zeitpunkt der Aufnahme einzuschätzen dürfte nicht möglich sein, da keine Gebäude am Boden zu sehen sind und die AUA den Anstrich ihrer Flugzeuge damals unverändert ließ. An irgendeinem Sommertag zwischen 63 und 65, im April 66 wäre noch viel Schnee auf dem Brandjoch zu sehen.

    Das Nachfolgemuster war dann ein zweimotoriger Turboprop, die HS 748 des englischen Herstellers Hawker Siddeley, mit der man auch von Innsbruck nach Zürich und Amsterdam flog. Leider mehrten sich damals auch die Schlechtwetterausfälle, die der AUA den Spottnamen AUA = Aussteigen Umsteigen Autobus einbrachte.

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