Auto – Motor – Bouthillier (XI)
„Schlechtes Wetter und gutes Auto“, so kommentierte Christoph Bouthillier treffend diese Aufnahme aus dem Winter 1962. Ob die Fahrt mit der Cabrioversion des legendären Citroën DS vom Saarland nach Tirol wohl sehr ungemütlich war? Vermutlich. Auch sonst bekommt der Winter diesem eleganten Oberklassewagen nicht gut, auf Lack und Chromzierrat haben die winterlichen Straßenverhältnisse deutliche Spuren hinterlassen. Ein Besuch in der Waschstraße wäre dringend nötig, zumal wir es, wie Christoph Bouthillier mit Kennernlick sogleich erkannt hat, mit einer echten Rarität zu tun haben. Insgesamt wurden lediglich 106 Citroën ID Cabriolet Usine produziert, vom Citroën DS Cabriolet Usine waren es immerhin 1219 Stück, was uns zur Preisfrage führt: hat Christoph Bouthillier ein Citroën ID Cabriolet Usine oder „nur“ ein Citroën DS Cabriolet Usine vor die Kamera bekommen?
StAI, Familienarchiv Weyrer-Bouthillier (Christoph Bouthillier)
Lieber Christof im Himmel, verzeih uns allen. Aber eine Cabrio DS ist nicht „nur“ eine DS, sondern so viel luxuriöser als eine ID, daß man für sie 3 DS Limousinen bekäme.
Interessanterweise war die billigere ID Variante mit 109 EInheiten wesentlich seltener als die zehnmal mehr produzierte DS. Ich habe kein äußerliches optisches Unterscheidungsmerkmal zwischen Göttin und Idee gefunden, auch Hobbyexperten scheinen nicht alles zu wissen. Der Kofferraumdeckel ist es nicht, die mit dem größeren sind keine usine-Proleten, sondern von einem gewissen Mössjö Chapron zusammengebaut. Unbezahlbar heute. Oder fast.
Wenn es aber zehnmal soviel DS als ID gegeben hat, habe ich mit 90%iger Wahrscheinlich recht, wenn ich auf eine DS tippe.
Im Hintergrund das Café Taxis und die Club Herrenmoden, heute Moden Salchner,
Die Dauphine versperrt leider die Aussicht auf den Taxis Kundenparkplatz, einfach auf die freie Fläche am Ende der Straße längs der Tiwag gegen die Einbahn längs parken. Geheimtipp von der Taxiswirtin Renate Obermair „Da werst nit gstraft“