Vom Sommer zur Kunst_Die Nutzung des Pavillons
Beim Schreiben von „Innsbruck erinnert sich“-Beiträgen stellt sich manchmal heraus, dass eine Kollegin oder ein Kollege schon den gleichen Gedanken hatte. Wenn man Glück hat, wurde ein anderer Aspekt behandelt und die bisher angestellten Recherchen waren nicht umsonst.
In diesem Fall war mir das Glück hold. Ich habe mich mit der Nutzung des Pavillons beschäftigt. Im Gebäude Rennweg 8 wohnte eine Zeit lang der Hofgärtner Lieb. Ab 1923 war dort die Geschäftsstelle des Alpenvereins bis zu seiner Übersiedlung 1936 in die Maria-Theresien-Straße 45, ins Erdgeschoss des Taxishofs. Ein kleiner spannender Exkurs: Seit 1964 befindet sich an dieser Adresse die Galerie im Taxispalais. Anschließend nutzte die Hochschülerinnen-Kongregation das Gebäude am Rennweg als Heim.
Die Architekten Prachensky, Mayr und Hans Fritz bauten das ehemalige Teehäuschen zu einem Ausstellungsraum um. Der Tiroler Kunstpavillon wurde im Oktober 1951 mit der Ausstellung „Alfred Kubin. Zeichnungen und Lithographien“ eröffnet. Es war der Beginn einer bis heute andauernden Ära als lebendiger Ort für zeitgenössische Kunst in Innsbruck.
Die Zeichnung von Josef Gröber ist mit 31.5.1936 datiert. Deswegen ist der markante Schriftzug „Tiroler Kunstpavillon“ darauf noch nicht zu finden.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Bi-k-215-2, 1936)