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Verkehrsamt Sucht Künstler (m/w/d)

Verkehrsamt sucht Künstler (m/w/d)

Das heutige Motiv lässt sich unschwer erkennen: Häuser und Kirche im Vordergrund gehören zu Igls, im Hintergrund erhebt sich ein giftgrüner Patscherkofel in den strahlend blauen Himmel. Gut sichtbar ist auch der Verlauf der alten Patscherkofelbahn. Bei der Beschriftung wird es hingegen schon etwas seltsamer: „Verkehrsamt Igls – Originalentwurf zurückerstatten.“ Was hat es damit auf sich?

Es handelt sich hier um einen Entwurf für Briefpapier, den das Verkehrsamt Igls kurz nach 1945 in Auftrag gab. Gestaltet wurde er wahrscheinlich von dem Maler und Architekten Theodor Prachensky (1888–1970), der mit seinen Bauten das Innsbrucker Stadtbild maßgeblich prägte – und deshalb auch auf diesem Blog schon öfters Erwähnung fand.

Geboren und aufgewachsen in Hötting, absolvierte er die Staatsgewerbeschule Innsbruck (die heutige HTL Bau Informatik Design in der Trenkwalderstraße 2) und arbeitete dann mehrere Jahre in einem Architekturbüro in Meran, bevor er 1911 wieder in seine Heimatstadt zurückkehrte. In der Zwischenkriegszeit war er für das Stadtbauamt tätig und entwarf mehrere Wohnsiedlungen, darunter den Schlachthofblock und den Sennblock in Saggen und den Pembaurblock in Pradl. Die Pläne für die Hauptschule in Hötting und das Arbeitsamt in der Schöpfstraße stammen ebenfalls aus seiner Feder. Wer mit offenen Augen durch Innsbruck spaziert, kann auch heute noch viele Spuren dieses „Stadtbaumeisters“ entdecken.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Bi-k-1788)

Elisa Wasserer

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