Alarmstufe 3 am Südring
Am 8. Feber 1978, einem nasskalten, trüben Wintertag, rückte die Innsbrucker Berufsfeuerwehr um kurz nach 11:00 Uhr mit einem Großaufgebot zu „einem nicht alltäglichen Verkehrsunfall zwischen einem IVB-Bus und einer sogenannten rollenden Bombe – 30-t-Benzinlaster -“ zum Südring aus. Angesichts der Meldung wurde seitens der Feuerwehr die Alarmstufe 3 ausgelöst.
Wie die Tiroler Tageszeitung tags darauf berichtete, trug sich der Unfall „vermutlich so zu, daß der knapp hinter dem IVB-Bus fahrende niederösterreichisdche Tankzug diesen beim Anfahren der IVB-Haltestelle Burgenlandstraße – in unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Tankstellen – nach einem riskanten Ausweichmanöver streifte und an der hinteren Fahrzeugwand aufriß und dabei zwei Fahrgäste schwer verletzte. Dem Gott sei Dank leeren Tankzug wurde dabei die komplette Pumpstation weggerissen, so daß ’nur‘ rund 200 Liter Benzin auf die Fahrbahn rannen.“
Während der Aufräumarbeiten musste der Südring komplett gesperrt werden. Nach gut einer Stunde konnte die Sperre wieder aufgehoben werden.
(StAI, Archiv der Feuerwehr Innsbruck)
Ich finde das gerade wahnsinnig interessant, weil ich, es muss Ende der 1980er gewesen sein, genau dort mal in einem K-Bus in der letzten Reihe gesessen bin und beim Stehenbleiben in der Haltestelle ein dem Bus schon mit Abstand nachfahrender Schwerlaster mit lärmendem Signalhorn auf die Nebenspur auswich, weil er zu spät gebremst hatte. Damals ist mir und vielleicht auch anderen Fahrgästen ganz anders geworden, weswegen sich das bei mir auch dauerhaft eingebrannt hat.
Und hier ist nun dokumentiert, wie genau das genau so ein Unfall ein anderes Mal dort wirklich passiert ist.
Schaut so aus, als hätte es damals unter LKW-Fahrer:innen öfter mal besonders rücksichtslose Tempobolzer:innen gegeben, falls dieser Schluss zulässig ist.