skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Innsbruck Erinnert 1945

Innsbruck erinnert 1945

Das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck hat anlässlich des Gedenkjahres „Innsbruck erinnert – 1945“ ein vielfältiges Programm mit Veranstaltungen erstellt, die das Leben im Krieg und in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Innsbruck thematisieren.

A Hidden Life – Ein verborgenes Leben
Das Leben des Wehrdienstverweigerers Franz Jägerstätter

29. August 2020 um 21.00 Uhr, Spielfilm, USA/Deutschland 2019,
OPEN AIR im Zeughaus
Infos zu Kinokarten unter: www.treibhaus.at

A HIDDEN LIFE erzählt die Geschichte eines weithin unbekannten Helden. Der österreichische Bauer Franz Jägerstätter weigert sich standhaft, für die Wehrmacht zu kämpfen. Selbst im Angesicht der drohenden Hinrichtung bleibt er bis zuletzt davon überzeugt, seinem Gewissen folgen zu müssen. Getragen wird er von seinem tiefen Glauben und der unerschütterlichen Liebe zu seiner Frau Fani und den drei Kindern.
Terrence Malicks unerschöpfliches Interesse am inneren Kampf seiner Hauptfigur macht A HIDDEN LIFE zu einem allegorischen Widerstandsdrama über Mut und den Kampf gegen das Böse.

Die Zeit danach
Hofers letzte Rede und Niemandskinder
Christoph W. Bauer, Autor

Lesung, 24. September 2020 um 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Innsbruck

Christoph W. Bauer liest aus „Niemandskinder“, der Roman spannt einen großen Bogen von der Gegenwart bis in die unmittelbare Nachkriegszeit und geht unter anderem ein auf das Schicksal von Kindern marokkanischer Besatzungssoldaten. Zudem spricht er über das 2016 gesendete Hörspiel „Hofers letzte Rede“, eine Fiktion: der ehemalige Gauleiter lebt in Mülheim an der Ruhr und soll Anfang der 1970er-Jahre doch noch an die österreichischen Behörden ausgeliefert werden soll. Hofer erinnert sich an alte Weggefährten und spricht über die letzten Tage des Kriegs in Innsbruck.

Endzeit – Krieg und Alltag in Tirol 1945
Horst Schreiber, Autor und Irmgard Bibermann, Regie
Buchpräsentation, mit szenischer Lesung,

8. Oktober 2020 um 19.00 Uhr, Ursulinensaal, Innrain 7

Horst Schreiber entwirft ein neues, überaus facettenreiches Bild der Endzeit nationalsozialistischer Herrschaft in Tirol. Der Autor beschreibt die Attraktivität und das Grauen des Krieges, Leid und Trauer an der Heimatfront sowie das Kriegsende in den Bezirken und die Befreiung Innsbrucks. Als der Mythos von Hitler verblasst war, regierte das Regime nur noch mit Terror gegen die eigene Bevölkerung. Das Buch untersucht den Blick der Einheimischen auf die US-amerikanischen und französischen Besatzer, auf Tirolerinnen mit intimen Beziehungen zu den ausländischen Befreiern, auf Flüchtlinge und Vertriebene, denen man vorwarf, was man selbst tat: Plündern. Horst Schreiber legt die Erfahrungen unzähliger Menschen offen. Sie zeigen, wie unterschiedlich Verfolgte und Befreite, Täter und Beteiligte, Soldaten und Kriegsgefangene, Frauen und Kinder das Ende des Nationalsozialismus und die Zeit nach dem Krieg erlebten.

Quellmalz – Die Volksmusiksammlung der Südiroler Optanten

11. Oktober 2020 um 18.00 Uhr, Dokumentarfilm, Österreich 2020,
Leokino, Anichstraße 36
Einführung durch Thomas Nußbaumer, Volksmusikforscher
Diskussion mit Regisseur Mike Ramsauer
Kinofreikarten sind ab 17. September 2020 im
Stadtarchiv/Stadtmuseum erhältlich.

Mike Ramsauer, freischaffender Dokumentarfilm-Kameramann und Regisseur aus Südtirol, erzählt in seinem Dokumentarfilm QUELLMALZ die Geschichte des SS-Musikwissenschaftlers Alfred Quellmalz, der im Südtirol der 1930er und 40er Jahre Volkslieder der im Auswandern begriffenen „Volksdeutschen“ archivierte. Für dieses Porträt von Brauchtum im Spannungsfeld zweier Diktaturen erhielt er 2018 den Hubert von Goisern Kulturpreis.

Deserteure der Wehrmacht
Zwischen Flucht, Verweigerung und Widerstand
Peter Pirker, Zeithistoriker

Vortrag, 22. Oktober 2020 um 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Innsbruck

Über das Verhalten der Tiroler Männer in der Deutschen Wehrmacht gibt es kaum empirische Studien. Die Erinnerungskultur schwankte zwischen der Heroisierung soldatischer Leistungen und der Übertreibung geleisteten Widerstandes, beides in der Tradition mannhafter Wehrhaftigkeit. Die Flucht aus der Wehrmacht, die Desertion, war dagegen nicht erinnerungswürdig. Der Vortrag beleuchtet das Handeln von Soldaten, die ihr Leben nicht mehr „Führer, Volk und Vaterland“ opfern wollten.

„… aber mir steckt der Schreck noch in allen Knochen.“
Innsbruck zwischen Diktatur, Krieg und Befreiung 1933–1950
Die neueste Publikation aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck mit 12 Aufsätzen

Buchpräsentation, 5. November 2020 um 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Innsbruck

Im Gedenken an die 75. Wiederkehr des Kriegsendes 1945 hat das Innsbrucker Stadtarchiv arrivierte und junge HistorikerInnen eingeladen, sich mit verschiedenen Aspekten der Innsbrucker Stadt- und Zeitgeschichte auseinanderzusetzen. Aus dieser Initiative ist der vorliegende Sammelband hervorgegangen. Anhand von Primärquellen –überwiegend aus den Beständen des Stadtarchivs – beleuchten die dreizehn Beiträge schlaglichtartig politische, soziale und militärische Entwicklungen zwischen Diktatur, Krieg und Befreiung.

Bei allen Veranstaltungen werden Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf Covid-19 getroffen, die den aktuellen Entwicklungen angepasst werden.
Wir bitten, sich vor dem Besuch auf https://www.innsbruck.gv.at/stadtarchiv oder telefonisch unter 0512 5360 1400 zu informieren und die Hinweise in den Räumlichkeiten zu beachten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top
×Close search
Suche