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Hungerburgsee

Hungerburgsee

Am 4. August 1912 wurde die auf dem Gelände des ehemaligen Spörr‘schen Steinbruchs errichtete Hungerburgsee-Anlage feierlich eröffnet. Aus diesem Anlass fanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf der Hungerburg ein, allen voran der k. k. Statthalter in Tirol und Vorarlberg, Markus Freiherr von Spiegelfeld und der Innsbrucker Bürgermeister, Wilhelm Greil. Spiegelfeld betonte in seiner Ansprache die wirtschaftliche Bedeutung der Hungerburgsee-Anlage für die Landeshauptstadt und darüber hinaus auch für Nordtirol insgesamt.

Ein Blick in das Gästebuch des Seehofs zeigt, dass die Anlage durchaus eine beachtliche Anziehungskraft entwickelte. Aus allen Winkeln der Monarchie, aus den verschiedensten Ecken Europas, ja selbst aus Übersee fanden Reisende den Weg hierher. Der Standard, der ihnen im Hotel Seehof geboten wurde, orientierte sich ganz an jenem der vornehmen Hotels in den Dolomiten. Das verdeutlicht nicht nur die ebenso moderne wie exklusive Ausstattung, sondern auch die Getränkekarte, die nicht weniger als 25 Wein- und sechs Champagnersorten auswies. Allerdings setzte der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 diesem mondänen Zauber ein jähes Ende. 

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, KR/PL- 281)

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