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Die Kaisersäule

Die Kaisersäule

Im Oktober 1815 besuchte Kaiser Franz I. (1768–1835) erstmals Tirol. Am Programm stand dabei unter anderem eine Besichtigung des Haller Salzbergwerks. Der Innsbrucker Gottfried Pusch hielt darüber in seiner Chronik von Innsbruck unter dem 21. Oktober 1815 fest:

„S[eine] M[ajestät] stiegen im Salinengebäude ab, von wo aus nach kurzem Aufenthalte höchstdieselben mit Suite [= Gefolge] in den Salzberg einfuhren, in welchem die [sic] große Schacht (Sternbachin genannt) sehr schön in Brillantfeuer erleuchtet war. S. M. wurde dann über eine ziemlich steile Felsenwand bis zu einer von dortigem Salinengebäude noch 1 Stunde entfernten Punkt – das Thörel – genannt, geleitet, von welchem sich eine überraschende Aussicht auf das Innthal darboth. S. M. verweilten bey diesem herrlichen Anblicke etwas länger, u. kehrte dann wieder von 2 Salzarbeitern geführt nach Hall zurück, um die Sudwerke in Augenschein zu nehmen.“

Zu Erinnerung an den Kaiserbesuch und die Wanderung wurde bereits 1816 etwas unterhalb des Törls eine hölzerne Pyramide errichtet. Diese ließen hochrangige Salinenbeamte in den Jahren 1838/39 durch eine elf Meter hohe Pyramide aus Stein ersetzen, die der Volksmund bald „Kaisersäule“ taufen sollte. Knapp 70 Jahre später, im August 1907, wurde schließlich auf der der Stadt Innsbruck zugewandten Seite eine Gedenktafel angebracht.

Unser Foto wurde in der Zwischenkriegszeit aufgenommen. Gut zu erkennen sind die vielen freien Flächen im Westen der Stadt und südlich der Sillmündung sowie das noch nahezu unberührt wirkende westliche Mittelgebirge.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-Pl-1293)

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