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Das Goldene Dachl – Ein Gebäude Mit Einer Bewegten Geschichte (Teil 1)

Das Goldene Dachl – ein Gebäude mit einer bewegten Geschichte (Teil 1)

Im Jahr 1420 verlegte Herzog Friedrich IV. seinen Regierungssitz von Meran nach Innsbruck. Er erwarb zwei Häuser in der heutigen Herzog-Friedrich-Straße und ließ sie zusammenlegen. Sie bildeten den Kern des so genannten „Neuen Hofs“. Knapp 40 Jahre später erwarb er ein angrenzendes Haus in der Pfarrgasse und ließ im Innenhof einen Zubau, das „hintere Stöckl“ errichten. Kaiser Maximilian I. veranlasste schließlich um 1500 den Bau des Goldenen Dachls an der Südfront des Neuen Hofs.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Gebäudekomplex um weitere angrenzende Häuser erweitert, umgebaut und sein Aussehen grundlegend verändert. Nur der Erker und einige Innenräume blieben von den Baumaßnahmen verschont. Auch der Verwendungszweck änderte sich immer wieder. So bewohnte Kaiser Maximilian I. im Gegensatz zu seinen Vorgängern Herzog Friedrich IV. und Herzog Sigmund den sogenannten „Neuen Hof“ nie. Er machte ihn stattdessen ab 1498 zum Amtssitz der Raitkammer (Finanzkammer), die in den drei überwölbten Räumen des hinteren Stöcklgebäudes ihre Akten feuersicher archivierte. Die Hofkammer blieb bis 1775 in diesem Gebäudekomplex.

Das Gemälde von Johann Michael Strickner aus dem Jahr 1762 zeigt das Goldene Dachl Gebäude mit der ursprünglichen Anzahl von drei Geschossen.

Nur fünf Jahre später erfolgte die Umwandlung des Gebäudes in eine Kaserne. 1811 erwarb es die Stadt im Tausch gegen ein Lazarett in der heutigen Weinhartstraße und übergab es 1822 an eine Gruppe von Bürgern, die es als Zinshaus nutzten. Sie ließen die dritte Etage tiefer legen und ein viertes Geschoss einbauen, um die wirtschaftliche Rentabilität zu erhöhen. 1831 gelangte das stark in Mitleidenschaft gezogene Gebäude wieder in städtischen Besitz

Was für Pläne die Stadt mit dem Goldenen Dachl Gebäude verfolgte, erfahren Sie im nächsten Teil.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-M-971 / Bi-30)

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