Von vorne betrachtet
Zumindest einer aus unserer Leserschaft hatte kein Problem, das gesuchte Gebäude anhand seiner Rückseite zu identifizieren. Nach dem Motto „Ein schöner Rücken kann entzücken, ein schöner Bauch tuts auch“ zeige ich heute die Vorderseite der Herz-Jesu-Kirche mit dem Redemptoristenkloster. Der Orden der Redemptoristen, bekannt auch unter Erlösermissionare, kam 1827 nach Innsbruck. Das bevorstehende 100-jährige Jubiläum des 1796 erstmals feierlich begangenen Herz-Jesu-Gelöbnisses wurde zum Anlass genommen, ein Kloster und eine Kirche zu errichten. Die Pläne für den neuromanischen Sakralbau stammten vom Architekten Peter Huter.
Die Grundsteinlegung der neuen Herz-Jesu-Kirche fand am 17. Mai 1896 statt. Für die Finanzierung des Projektes war im Vorjahr ein eigener Herz-Jesu-Verein gegründet worden, der bald zahlreiche Mitglieder vorweisen konnte. Am 25. Mai 1898 wurde die Herz-Jesu-Kirche feierlich eingeweiht.
In den darauffolgenden Jahren entstanden Herz-Jesu-Kirchen in Franzensfeste und Bozen.
Nachdem sich der Orden der Redemptoristen aus Innsbruck zurückgezogen hatte, wurde die Innsbrucker Herz-Jesu-Kirche am 20. November 2018 der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde geschenkt, die seitdem dort ihre Gottesdienste feiert.
Spannend an dieser Aufnahme ist, dass das Gebäude der Hauptpost noch nicht zu sehen ist – das hilft bei der Datierung.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sammlung Walter Kreutz, KR-Pl-442, um 1900)