Vom Familienfest bis zum Wahllokal
So ein Dorfgasthaus erfüllt viele Aufgaben – besonders dann, wenn es wirklich das einzige im Ort ist. Der Gasthof Turmbichl steht den VillerInnen für sämtliche Feierlichkeiten zur Verfügung und dient zudem als Wahllokal für den Sprengel 700.
Errichtet wurde das Gebäude im Jahr 1891, wie das Fresko an der Nordfassade berichtet. 1927 erfolgte eine Renovierung.
Mit dem Bau des Gasthauses begann eine jüngere Siedlungsphase des Dorfes in östlicher Richtung, hinunter in die Senke des Ramsbachs (heute Lilly-von-Sauter-Weg). Der Name „Turmbichl“ leitet sich von einem alten Wehrturm ab, der einst auf dem Hügel hinter dem Gasthof stand.
Die erste Besitzerin, Anna Lusch, führte ursprünglich ein Gemischtwarengeschäft sowie eine Tabaktrafik. Letztere blieb in Form des davorstehenden Automaten gewissermaßen bis heute erhalten. Ihr Mann, Anton Hörhager – der Urgroßvater des heutigen Wirtes – baute das Haus 1928 schließlich zum Gasthof aus.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-34270, KR-PL-K-61)

Vill zur Schneeschmelze 1931. Vill zur Schneeschmelze, Blick auf einige Häuser und die Pfarrkirchen, auch der Gasthof Turmbichl, im Hintergrund die Nordkette.