Urbane Tristesse
Dieses ungepflegte Ecke ladet nicht gerade zum Verweilen ein, geschweige denn zum Fotografieren. Ein Kleinwagen, der so abgestellt wurde, als hätte ihn sein Besitzer verloren, ein Schutthaufen und ein Gehsteig, der scheinbar im Nichts endet … Und doch hat sich ein Fotograf gefunden, um diese Gstett’n zu verewigen. Er hat dies auch noch im Auftrag der Stadt getan, denn die Aufnahme findet sich in der Fotosammlung des ehemaligen Pressereferates. Da fragt man sich doch warum? Wozu? Und überhaupt -wo sind wir da?
(StAI, Slg. Pressereferat)
Ich schreie „DAS ISCHT KEIN kleinwagen!“. Sowas fuhren Geschäftsleute, leitende Angestellte und Ärzte. Sogar Zahnärzte.
Wahrscheinlich projektiertes Neubauhoffnungsgebiet, endlich ein Idyll weniger.
Warum muß denn alles aufgeräumt sein?
Wenn sich bis Sonntag Abend keiner meldet, ist es weder Pradl noch Hötting.
Der Kleinwagen ist ein „Weltkugel-Taunus“ von Ford. Baujahr irgendwann in den 1950ern.
Irgendwie kommt mir dieses architektonische Kleinod bekannt vor, weiß aber nicht wo ich das hintun sollte.
Zeughausgasse, im Hinterhof.
Heute steht dort ein Brotautomat
Zur Ergänzung: dort gibt´s auch Cola-Lutscher, die Originalen, mitm Cello-Fans oben drauf