Ein Männerpopo
Vermutlich zum ersten Mal sehen wir in diesem Forum ein (fast) nacktes Hinterteil. Auch in einer Zeit, in der alles ganz fanatisch weggepixelt wird, ist hier nichts zu tun. Hierbei hat es hier in den letzten Jahren eine radikale Kehrtwende gegeben. Von wegen Fortschritt.
Offensichtlich sehen wir hier die Rückseite von einem Herrn. G-String in der Zwischenkriegszeit. Wir fragen uns, was diese Körperstudie so richtig sagen will, aber ich will ja auch keinen Männerpopo zeichnen.
Die Büste ganz rechts auf dem Kasten hinten scheint mit Interesse dem Dargebotenen entgegenzublicken. Seine Kollegen interessiert das nicht.
Interessant ist es auch, den jungen Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter zu spechteln und das Geschaffene in Augenschein zu nehmen. Da erkennt man schnell Talent und uns.
Zeitlich befinden wir uns wohl in den späten 1920ern oder wohl etwas später.
Aber wo befinden wir uns? In der Gewerbeschule, einer anderen Schule oder in einer privaten Malschule? Für Toni Kirchmair sind wir jedenfalls zu früh. Und wo könnte sich diese Einrichtung befunden haben?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck RM/PL-1248)
Jaaaa, schon wieder ich!
Im Hinterkopf ist bei mir die Erinnerung gespeichert, mein Onkel Viktor (geb. 1905) habe in der Gewerbeschule einen Akt-Zeichenkurs besucht. Ein mit Rötel gezeichneter Rückenakt hing gerahmt in seiner Wohnung. Daran kann ich mich seit früher Kindheit erinnern.
…..aber String-Tanga hatte dieser gerahmte Bursche keinen an, den muß mein Onkel weggelassen haben.
Von der Dame im karierten Kleid wird man noch hören bzw. sehen. Ups, war ja schon vor 100 Jahren.
Zeichenkünstler ist, wer eine Hand zeichnen kann.
Die Dame in Weiß kriegt nicht einmal den Arm hin. Dafür ist der Lehrer um sie herum.
Hatten die damals in der Gewerbeschul‘ einen Kurs speziell für zeichnende LINKSHÄNDER?
Sehr aufmerksam. Also seitenverkehrt.