Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Unsere Endstation Kufstein
Nach inzwischen 35 Beiträgen über die Geschichte der Nordtiroler Eisenbahn fahren wir heute ohne jegliche Verspätung in unseren Endbahnhof nach Kufstein ein. Der Bahnhof bestand selbstverständlich bereits seit der Eröffnung der Strecke und wurde mit einer wunderschönen Lithografie gewürdigt, auf der neben der Kufsteiner Festung auch das Bahnhofsgelände abgebildet ist.
Im Erinnerungsalbum steht zur Station Kufstein Folgendes:
„Eine kurze Strecke unterhalb der Felsenpartie der Zellerburg beginnt die Station Kufstein, wo der Wechsel zwischen den österreichischen und baier’schen Bahnzügen vor sich geht. Dieser Stationsplatz ist, um dem doppelten Bedarfe zu genügen, in einem etwas grösseren Massstabe angelegt. Vom Stationsplatze Kufstein, welcher der Stadt und Festung gegenüber am linkseitigen Innufer gelegen ist, besteht die Verbindung einerseits durch die Stadt längs des Innflusses über Ebbs und Niederdorf nach Walchsee und Kössen in das Leuckenthal, anderseits über Zell zunächst oberhalb des Bahnhofes, nach Thierberg und Thiersee gegen Baiern. Die Bahn läuft nur mehr die kleine Strecke bis zum Weiler Klausen auf österreichischem Gebiete und tritt bei dem Gränzbach unterhalb des Weilers in das Königreich Baiern über.“

In der Sammlung Kreutz findet sich dieses schöne Glasnegativ des Bahnhofs in Kufstein. Es ist leider undatiert, und es würde mich sehr interessieren, ob jemand unter unseren Leser*innen eine Idee hat, aus welcher Zeit die Aufnahme stammen könnte, denn in Kufstein tue ich mir mit der zeitlichen Einordnung etwas schwerer.
Das auf dem Foto zu sehende Bahnhofsgebäude wurde offenbar erst 1876 in Fachwerkbauweise errichtet und überstand die Kriegswirren. Erst 1980 wurde es durch das heute noch bestehende Gebäude ersetzt.

Streng genommen führt die Bahnlinie natürlich noch bis an die Landesgrenze zu Bayern. Da es bis dorthin jedoch keine weiteren Haltestellen mehr gibt, ist dies das vorläufige Ende der Serie zur Geschichte der Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck.
Ich bedanke mich bei allen Leser*innen für die rege Beteiligung an den Rätseln sowie für die vielen tollen Hinweise und Ergänzungen zu den einzelnen Beiträgen.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Bi-k-652_10, Kr-Pl-997, KR-NE-9853)