Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut, Vill auf vier
Oder zumindest dazwischen. Das Dorf liegt „windgeschützt“ (auch wenn das nicht jeder/jede Einheimische so nennen würde) in der Mulde, die der Ramsbach zwischen dem Goarmbichl und dem Turmbichl bildet.
Und dann befinden sich da noch der Paschberg im Nordosten, auf den sich der Grillhofweg zum namensgebenden Grillhof hinaufschlängelt, sowie der Seebichl im Osten. Dieser Name entstammt dem Damm, der sich zwischen Turm- und Seebichl erstreckte und den Viller See aufstaute.
Der Name Goarmbichl leitet sich vom „Garnhof“ ab, der früher zu seinen Füßen stand. Bekannt ist er jedoch auch unter dem Namen Kreitbichl. Dort befinden sich die Überreste einer eisenzeitlichen Besiedlung die schon in älteren Beiträgen behandelt wurde (Die Ausgrabung am Goarmbichl, Teil 1 – Innsbruck erinnert sich, Die Ausgrabung am Goarmbichl, Teil 2 – Innsbruck erinnert sich)

Der Goarmbichl. Bei genauem Hinsehen erkennt man die Ausgrabungsstätte auf der Oberseite.
Woraus sich der Name Turmbichl ableitet, liegt recht nahe – nämlich von einem Turm. Genauer gesagt von einem der drei mittelalterlichen Wohn- und Wehrtürme, die einst in Vill standen. Die Existenz des namensgebenden Turms ist noch 1584 urkundlich belegt. Heute fehlt von ihm jede Spur, und der Hügel wurde teilweise abgetragen. 1891 wurde dort das gleichnamige Gasthaus erbaut.

Luftbildaufnahmen vom 29.8.1926. Zu sehen ist Vill zwischen Goarmbichl, Seebichl und Turmbichl. Auch der bewaldete Paschberg ist im Hintergrund zu erkennen.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck Ph-8179, Ph-8174, KRPLK-1115)
.. da muss ich natürlich auch noch ein bissl archäologischen Senf dazu geben. Am Luftbild 1940 sieht man die „frische“ Ausgrabung am Goarmbichl (rechts vom Haus Arch, Lilly-von-Sauter Weg 1) .