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	Kommentare zu: Was bleibt&#8230;	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>
		Von: Henriette Stepanek		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/was-bleibt/comment-page-1/#comment-33604</link>

		<dc:creator><![CDATA[Henriette Stepanek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 14:29:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und schon höre ich wieder die Stimmen meiner beiden Großmütter!
Die Omama väterlicherseits. &quot;gebirtig&quot; aus Prerau in Mähren, wegen der Arbeit nach Wien gekommen, dort den Großpapa, den Kondukteur Florian Smola geheiratet, 5 Kinder (ein 6. verstorben), sagte:
&quot;Ich hette nicht gewüßt, wie ich die Kinder hätte gewanden sohlen- wann da nicht gewesen währe der Jud!&quot;
Aund die Nonna aus Vezzano bei Trient, mit ihrer Dienstherrschaft nach Innsbruck übersiedelt, den Nonno aus Cembra geheiratet, 3 Kinder (und ein viertes verstorben), sagte:
&quot;se no ghe fussa sta quel Ebreo, che se podeva pagar ogni mese &#039;n poc&quot; -
- ja, man konnte die Kleidung für die Kinder auf Kredit kaufen - und alle Monate kam ein Inkassant und holte die Ratenzahlung an der Wohnadresse ab. 
Und kam einem entgegen, wenns einmal nicht klappte - wie bei meiner Großmama in Deutsch Wagram, wo Reparaturen am Hausdach nötig gewesen waren und kein Groschen da war:
&quot;Nicht weinen, Frau! Nicht weinen! Komm ich nächsten Monat! Ich weiß - von Ihnen ich bekomme!&quot;
Aber wie jener Kaufmann hieß, der in der Leopoldstraße 14 im Keller Äpfel gelagert hatte, die so ein Lausbub, ein &quot;miserabliger!, mithilfe einer Zaunlatte, aus welcher noch ein langer rostiger Nagel hervorragte, durch das Kellerfenster emporfischte und verspeiste, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß er zum Buben sagte: &quot;Da müssen Diebe in der Umgebung sein! Schau, was ich gefunden habe!&quot; - die Zaunlatte! - &quot;und gell - Du paßt auf, daß die mir nicht mehr stehlen - ich schenk dir dafür einen Apfel&quot;-
So hat es mir halt mein Onkel Konstantin erzählt (8.6.1900 - 5.6.1990) - und er hat gesagt &quot;Der billige Mann&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und schon höre ich wieder die Stimmen meiner beiden Großmütter!<br />
Die Omama väterlicherseits. &#8222;gebirtig&#8220; aus Prerau in Mähren, wegen der Arbeit nach Wien gekommen, dort den Großpapa, den Kondukteur Florian Smola geheiratet, 5 Kinder (ein 6. verstorben), sagte:<br />
&#8222;Ich hette nicht gewüßt, wie ich die Kinder hätte gewanden sohlen- wann da nicht gewesen währe der Jud!&#8220;<br />
Aund die Nonna aus Vezzano bei Trient, mit ihrer Dienstherrschaft nach Innsbruck übersiedelt, den Nonno aus Cembra geheiratet, 3 Kinder (und ein viertes verstorben), sagte:<br />
&#8222;se no ghe fussa sta quel Ebreo, che se podeva pagar ogni mese &#8217;n poc&#8220; &#8211;<br />
&#8211; ja, man konnte die Kleidung für die Kinder auf Kredit kaufen &#8211; und alle Monate kam ein Inkassant und holte die Ratenzahlung an der Wohnadresse ab.<br />
Und kam einem entgegen, wenns einmal nicht klappte &#8211; wie bei meiner Großmama in Deutsch Wagram, wo Reparaturen am Hausdach nötig gewesen waren und kein Groschen da war:<br />
&#8222;Nicht weinen, Frau! Nicht weinen! Komm ich nächsten Monat! Ich weiß &#8211; von Ihnen ich bekomme!&#8220;<br />
Aber wie jener Kaufmann hieß, der in der Leopoldstraße 14 im Keller Äpfel gelagert hatte, die so ein Lausbub, ein &#8222;miserabliger!, mithilfe einer Zaunlatte, aus welcher noch ein langer rostiger Nagel hervorragte, durch das Kellerfenster emporfischte und verspeiste, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß er zum Buben sagte: &#8222;Da müssen Diebe in der Umgebung sein! Schau, was ich gefunden habe!&#8220; &#8211; die Zaunlatte! &#8211; &#8222;und gell &#8211; Du paßt auf, daß die mir nicht mehr stehlen &#8211; ich schenk dir dafür einen Apfel&#8220;-<br />
So hat es mir halt mein Onkel Konstantin erzählt (8.6.1900 &#8211; 5.6.1990) &#8211; und er hat gesagt &#8222;Der billige Mann&#8220;</p>
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