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	Kommentare zu: Viel gesehen	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>
		Von: Henriette Stepanek		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63753</link>

		<dc:creator><![CDATA[Henriette Stepanek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2025 16:59:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63694&quot;&gt;Manfred Roilo&lt;/a&gt;.

So ganz alleine nicht - denn meine verstorbene Schwägerin Anni war ja mit von der Partie. Allerdings erst nachdem meine Schwiegermutter sie aus den Fängen der &quot;Kinderlandverschickung&quot; (?) befreien konnte.
Anni habe fürchterliches Heimweh gehabt im Schloß Fügen, der (zwischenzeitlichen) &quot;Bubenburg&quot;- und meine Schwiegermutter sei von Pontius zu Pilatus gelaufen, um Anni heimzubekommen.
Anscheinend hat ein ärztliches Attest geholfen, das Anni zur &quot;Bettnässerin&quot; erklärte.. 
(Hausarzt der Familie war übrigens meines Wissens immer Herr Dr Flora. Dieser hat auch dem &quot;Fremdarbeiter&quot; (Donatello Bertocci)  meines Onkels Malermeister ein Attest ausgestellt, durch welches er heim in die Toskana konnte, in die Nähe von Pistoja. 
Wie man weiß, hat Herr Dr Flora selbst auch große Schwierigkeiten bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63694">Manfred Roilo</a>.</p>
<p>So ganz alleine nicht &#8211; denn meine verstorbene Schwägerin Anni war ja mit von der Partie. Allerdings erst nachdem meine Schwiegermutter sie aus den Fängen der &#8222;Kinderlandverschickung&#8220; (?) befreien konnte.<br />
Anni habe fürchterliches Heimweh gehabt im Schloß Fügen, der (zwischenzeitlichen) &#8222;Bubenburg&#8220;- und meine Schwiegermutter sei von Pontius zu Pilatus gelaufen, um Anni heimzubekommen.<br />
Anscheinend hat ein ärztliches Attest geholfen, das Anni zur &#8222;Bettnässerin&#8220; erklärte..<br />
(Hausarzt der Familie war übrigens meines Wissens immer Herr Dr Flora. Dieser hat auch dem &#8222;Fremdarbeiter&#8220; (Donatello Bertocci)  meines Onkels Malermeister ein Attest ausgestellt, durch welches er heim in die Toskana konnte, in die Nähe von Pistoja.<br />
Wie man weiß, hat Herr Dr Flora selbst auch große Schwierigkeiten bekommen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ruth Ritzenfeld		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63737</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ruth Ritzenfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2025 12:41:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=77526#comment-63737</guid>

					<description><![CDATA[Ja wie war das mit den Schulen---? Ich war schon im Gymnasium und nach dem ersten Angriff war erstmal PAUSE! Wir 3 Kinder wurden zu Großmama und Onkel (er war Pfarrer von Vinaders) in das dortige Pfarrhaus  verfrachtet. Dann wurden alle &quot;höheren&quot; Schulen auf,s Land verschickt. Mitsamt den Lehrern einquartiert! Wohin meine Klasse kam, weiss ich nicht mehr, denn ich war nicht dabei. Alle meine Freundinnen waren plötzlich weg, Meine liebe,kluge Mutter wollte unser DASEIN nicht fremden Menschen überlassen und meldete mich und meine Schwester im Haller Gymnasium an. Die um 1 Jahr ältere Schwester kam seither in meine Klasse, damit wir den selben Stundenplan hätten. So fuhren wir mit der &quot;Haller&quot; täglich in die Schule und waren dann auch, (wie Sie so nett schreiben) rechtzeitig Mittags wieder daheim. Bei Alarm während der Heimfahrt aber blieb die Haller stehen und wir mussten irgendwie schauen schnell  in einen öffentlichen Luftschutzraum oder Bunker zu kommen. Es waren ja Viele, die nach Hall in die Schule fuhren. Meine Erinnerung daran ist sehr unklar, es ist vielleicht nie vorgekomm. Dann war endlich FRIEDEN und es dauerte  wohl eine ganze Weile ehe der Schulbetrieb in Innsbruck wieder möglich war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja wie war das mit den Schulen&#8212;? Ich war schon im Gymnasium und nach dem ersten Angriff war erstmal PAUSE! Wir 3 Kinder wurden zu Großmama und Onkel (er war Pfarrer von Vinaders) in das dortige Pfarrhaus  verfrachtet. Dann wurden alle &#8222;höheren&#8220; Schulen auf,s Land verschickt. Mitsamt den Lehrern einquartiert! Wohin meine Klasse kam, weiss ich nicht mehr, denn ich war nicht dabei. Alle meine Freundinnen waren plötzlich weg, Meine liebe,kluge Mutter wollte unser DASEIN nicht fremden Menschen überlassen und meldete mich und meine Schwester im Haller Gymnasium an. Die um 1 Jahr ältere Schwester kam seither in meine Klasse, damit wir den selben Stundenplan hätten. So fuhren wir mit der &#8222;Haller&#8220; täglich in die Schule und waren dann auch, (wie Sie so nett schreiben) rechtzeitig Mittags wieder daheim. Bei Alarm während der Heimfahrt aber blieb die Haller stehen und wir mussten irgendwie schauen schnell  in einen öffentlichen Luftschutzraum oder Bunker zu kommen. Es waren ja Viele, die nach Hall in die Schule fuhren. Meine Erinnerung daran ist sehr unklar, es ist vielleicht nie vorgekomm. Dann war endlich FRIEDEN und es dauerte  wohl eine ganze Weile ehe der Schulbetrieb in Innsbruck wieder möglich war.</p>
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		<title>
		Von: Henriette Stepanek		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63730</link>

		<dc:creator><![CDATA[Henriette Stepanek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2025 11:23:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=77526#comment-63730</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63633&quot;&gt;ruth Ritzenfeld&lt;/a&gt;.

&quot;Wenn die Blätter auf den Stufen liegen,
herbstlich atmet auf den alten Stiegen,
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond, darinnen zweie sich umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.
V i e l   ist hingesunken,   u n s   z u r   T r a u e r ,
und das Schöne zeigt nur kurze Dauer&quot;
steht am Anfang des Romans &quot;Die Strudlhofstiege&quot; von Heimito von Doderer.
Dem ist nicht &quot;nichts&quot;, sondern sehr vieles hinzuzusetzen, was Innsbruck betrifft.
Und was die &quot;Rotunde&quot; angeht - ich weiß, was ich jetzt sage, ist in manchen Augen ein Sakrileg!, aber  - ich hab immer gedacht, warum macht man keine Moschee daraus unter Bewahrung der &quot;Außenhaut&quot; - und die ehemalige Gaststätte daneben als Versammlungsraum? Mich hätte es nicht gestört. auch nicht ein Minarett daneben. 
Aber die Umwidmung wäre wohl zu teuer gewesen. Also lassen   W I R   es lieber zusammenfallen...
Aber es tut weh, sehr weh, alles verfallen zu sehen, an welchem so viele Erinnerungen hängen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63633">ruth Ritzenfeld</a>.</p>
<p>&#8222;Wenn die Blätter auf den Stufen liegen,<br />
herbstlich atmet auf den alten Stiegen,<br />
was vor Zeiten über sie gegangen.<br />
Mond, darinnen zweie sich umfangen<br />
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,<br />
die bemooste Vase in der Mitte<br />
überdauert Jahre zwischen Kriegen.<br />
V i e l   ist hingesunken,   u n s   z u r   T r a u e r ,<br />
und das Schöne zeigt nur kurze Dauer&#8220;<br />
steht am Anfang des Romans &#8222;Die Strudlhofstiege&#8220; von Heimito von Doderer.<br />
Dem ist nicht &#8222;nichts&#8220;, sondern sehr vieles hinzuzusetzen, was Innsbruck betrifft.<br />
Und was die &#8222;Rotunde&#8220; angeht &#8211; ich weiß, was ich jetzt sage, ist in manchen Augen ein Sakrileg!, aber  &#8211; ich hab immer gedacht, warum macht man keine Moschee daraus unter Bewahrung der &#8222;Außenhaut&#8220; &#8211; und die ehemalige Gaststätte daneben als Versammlungsraum? Mich hätte es nicht gestört. auch nicht ein Minarett daneben.<br />
Aber die Umwidmung wäre wohl zu teuer gewesen. Also lassen   W I R   es lieber zusammenfallen&#8230;<br />
Aber es tut weh, sehr weh, alles verfallen zu sehen, an welchem so viele Erinnerungen hängen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Manfred Roilo		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63694</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manfred Roilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 20:54:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, am 15.12.1943, ich war gerade sieben Jahre alt, war der erste Luft-Angriff, ich durfte dann alle weiteren insgesamt zweiundzwanzig Bombardierungen (mit Ausnahme der dritten am 13.6.1944) in Pradl hautnah miterleben.
Wie war das eigentlich bei Ihnen mit der Schule, Frau Ritzenfeld? Wir Drittklassler wurden im Schuljahr 1944 / 45 nach Amras verfrachtet, besser gesagt: Wir mussten täglich und alleine zu Fuß von Altpradl hinauspilgern, nach zwei Stunden ging es wieder retour, wir sollten ja rechtzeitig zum mittäglichen Fliegeralarm daheim sein! Ab Mitte März 1945 erledigte sich diese Marschiererei – es gab keinen Unterricht mehr!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, am 15.12.1943, ich war gerade sieben Jahre alt, war der erste Luft-Angriff, ich durfte dann alle weiteren insgesamt zweiundzwanzig Bombardierungen (mit Ausnahme der dritten am 13.6.1944) in Pradl hautnah miterleben.<br />
Wie war das eigentlich bei Ihnen mit der Schule, Frau Ritzenfeld? Wir Drittklassler wurden im Schuljahr 1944 / 45 nach Amras verfrachtet, besser gesagt: Wir mussten täglich und alleine zu Fuß von Altpradl hinauspilgern, nach zwei Stunden ging es wieder retour, wir sollten ja rechtzeitig zum mittäglichen Fliegeralarm daheim sein! Ab Mitte März 1945 erledigte sich diese Marschiererei – es gab keinen Unterricht mehr!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: ruth Ritzenfeld		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63633</link>

		<dc:creator><![CDATA[ruth Ritzenfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 19:19:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=77526#comment-63633</guid>

					<description><![CDATA[1943, ich war gerade elf Jahre alt, war der erste Luft-Angriff auf Innsbruck. Viel war kaputt, so auch die Jesuitenkirche vor unserer Wohnung. Meine Schwester und ich besuchten von da an regelmäßig nach Angriffen die Blutbuche, ob sie wohl noch da war? Oft rannten wir auch zur Rotunde, wo doch Andreas Hofer mitsamt Innsbruck und Umgebung zu sehen war- auch sie stand! Es machte uns zufrieden. Nun ist die herrliche Blutbuche weg- wie lange wird die leere, dem Verfall überlassene Rotunde es noch schaffen? Irgendwie ist das ganz, ganz traurig, wie sehenswerte Brunnen, Gebäude, Bäume oder gemütlich langsam durch die schöne Natur fahrende Bahnen verschwinden oder durch moderne, eilige ersetzt werden. ( Hungerburg und Igls)
Innsbruck wird immer nüchterner, kälter und auch lauter, dennoch immer voller von Menschen von weit her, die die Stadt sehens- und auch -liebenswert finden.
Antworten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1943, ich war gerade elf Jahre alt, war der erste Luft-Angriff auf Innsbruck. Viel war kaputt, so auch die Jesuitenkirche vor unserer Wohnung. Meine Schwester und ich besuchten von da an regelmäßig nach Angriffen die Blutbuche, ob sie wohl noch da war? Oft rannten wir auch zur Rotunde, wo doch Andreas Hofer mitsamt Innsbruck und Umgebung zu sehen war- auch sie stand! Es machte uns zufrieden. Nun ist die herrliche Blutbuche weg- wie lange wird die leere, dem Verfall überlassene Rotunde es noch schaffen? Irgendwie ist das ganz, ganz traurig, wie sehenswerte Brunnen, Gebäude, Bäume oder gemütlich langsam durch die schöne Natur fahrende Bahnen verschwinden oder durch moderne, eilige ersetzt werden. ( Hungerburg und Igls)<br />
Innsbruck wird immer nüchterner, kälter und auch lauter, dennoch immer voller von Menschen von weit her, die die Stadt sehens- und auch -liebenswert finden.<br />
Antworten</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ruth Ritzenfeld		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/viel-gesehen/comment-page-1/#comment-63630</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ruth Ritzenfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 18:23:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=77526#comment-63630</guid>

					<description><![CDATA[1943, ich war gerade elf Jahre alt, war der erste Luft-Angriff auf Innsbruck. Viel war kaputt, so auch die Jesuitenkirche vor unserer Wohnung. Meine Schwester und ich besuchten von da an regelmäßig nach Angriffen die Blutbuche, ob sie wohl noch da war? Oft rannten wir auch zur Rotunde, wo doch Andreas Hofer mitsamt Innsbruck und Umgebung zu sehen war- auch sie stand! Es machte uns zufrieden. Nun ist die herrliche Blutbuche weg- wie lange wird die leere, dem Verfall überlassene Rotunde es noch schaffen? Irgendwie ist das ganz, ganz traurig, wie sehenswerte Brunnen, Gebäude, Bäume oder gemütlich langsam durch die schöne Natur fahrende Bahnen verschwinden oder durch moderne, eilige ersetzt werden. ( Hungerburg und Igls)
Innsbruck wird immer nüchterner, kälter und auch lauter, dennoch immer voller von Menschen von weit her, die die Stadt sehens- und auch -liebenswert finden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1943, ich war gerade elf Jahre alt, war der erste Luft-Angriff auf Innsbruck. Viel war kaputt, so auch die Jesuitenkirche vor unserer Wohnung. Meine Schwester und ich besuchten von da an regelmäßig nach Angriffen die Blutbuche, ob sie wohl noch da war? Oft rannten wir auch zur Rotunde, wo doch Andreas Hofer mitsamt Innsbruck und Umgebung zu sehen war- auch sie stand! Es machte uns zufrieden. Nun ist die herrliche Blutbuche weg- wie lange wird die leere, dem Verfall überlassene Rotunde es noch schaffen? Irgendwie ist das ganz, ganz traurig, wie sehenswerte Brunnen, Gebäude, Bäume oder gemütlich langsam durch die schöne Natur fahrende Bahnen verschwinden oder durch moderne, eilige ersetzt werden. ( Hungerburg und Igls)<br />
Innsbruck wird immer nüchterner, kälter und auch lauter, dennoch immer voller von Menschen von weit her, die die Stadt sehens- und auch -liebenswert finden.</p>
]]></content:encoded>
		
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