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	Kommentare zu: Sensationelle Funde in Wilten!	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		Von: Laura Madreiter		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/sensationelle-funde-in-wilten/comment-page-1/#comment-45935</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laura Madreiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 16:23:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/sensationelle-funde-in-wilten/comment-page-1/#comment-45921&quot;&gt;Wolfgang Geisler&lt;/a&gt;.

Gute Frage…
Die Durchführung von Bauarbeiten in einem historisch so bedeutsamen Gebiet wie der Innsbrucker Altstadt ist weitaus komplexer, als man zunächst vermuten könnte. Besonders in Gebieten, die als Fundzonen bekannt sind, wird jedes Bauvorhaben von Beginn an eng mit dem Denkmalamt abgestimmt. Bei Verdacht auf archäologische Funde oder dem Auftauchen solcher während der Bauarbeiten, ist die Baufirma verpflichtet, qualifizierte Archäologen hinzuzuziehen. Dies kann häufig zu Verzögerungen im Baufortschritt führen.
Vor rund einem Jahrzehnt wurden bei Bauarbeiten an der Grassmayr-Kreuzung weitere Überreste einer römischen Siedlung entdeckt, darunter ein erstaunlich gut erhaltenes römisches Bad. Diese Grabungsstätte wurde nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen wieder zugeschüttet, um das Denkmal sowohl zu konservieren als auch vor Vandalismus zu schützen. Es gab damals, unter der Führung von Bürgermeisterin Oppitz-Plörer, bereits Pläne, das Balneum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch vermutlich scheiterte dieses Vorhaben an den hohen Kosten, die mit der dauerhaften Konservierung solcher großen Fundstätten verbunden sind. Das gesamte Grabungsgebiet umfasst heute etwa 40 Hektar, wovon ein Großteil bereits überbaut ist. Finanzielle Engpässe sowie politische oder gesellschaftliche Uneinigkeiten führen häufig dazu, dass solche Projekte nicht realisiert werden. In urbanen Gebieten, wie Innsbruck, sind archäologische Ausgrabungen daher oft nur Notgrabungen.
Seit dem 16. Jahrhundert wurden immer wieder Funde auf dem Areal gemacht. Besonders bedeutend war eine Entdeckung im Jahr 1914, als man bei der Neuverlegung der Staatsbahn römische Mauern entdeckte. Ab diesem Zeitpunkt wurde zunehmend bewusst, dass im Gebiet von Wilten zahlreiche römische Überreste verborgen liegen. Vielleicht hat man es damals, als das Gebiet noch weniger bebaut war, versäumt, den historischen Wert angemessen zu würdigen, oder es standen andere Prioritäten im Vordergrund
Seit ein paar Jahren bin ich Teil des Grabungsteams in Aguntum, und es ist faszinierend zu sehen, wie sich dieser historische Ort entwickelt hat. Ein entscheidender Faktor dafür ist der Verein Curatorium pro Agunto, der maßgeblich dazu beigetragen hat, Aguntum zu dem zu machen, was es heute ist. Der Verein ist nicht nur Eigentümer, sondern auch Betreiber des Museums und des Archäologischen Parks, die direkt am Grabungsgelände liegen. Mit dem Museum verfolgt er das Ziel, die archäologischen Funde von Aguntum fachgerecht zu]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/sensationelle-funde-in-wilten/comment-page-1/#comment-45921">Wolfgang Geisler</a>.</p>
<p>Gute Frage…<br />
Die Durchführung von Bauarbeiten in einem historisch so bedeutsamen Gebiet wie der Innsbrucker Altstadt ist weitaus komplexer, als man zunächst vermuten könnte. Besonders in Gebieten, die als Fundzonen bekannt sind, wird jedes Bauvorhaben von Beginn an eng mit dem Denkmalamt abgestimmt. Bei Verdacht auf archäologische Funde oder dem Auftauchen solcher während der Bauarbeiten, ist die Baufirma verpflichtet, qualifizierte Archäologen hinzuzuziehen. Dies kann häufig zu Verzögerungen im Baufortschritt führen.<br />
Vor rund einem Jahrzehnt wurden bei Bauarbeiten an der Grassmayr-Kreuzung weitere Überreste einer römischen Siedlung entdeckt, darunter ein erstaunlich gut erhaltenes römisches Bad. Diese Grabungsstätte wurde nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen wieder zugeschüttet, um das Denkmal sowohl zu konservieren als auch vor Vandalismus zu schützen. Es gab damals, unter der Führung von Bürgermeisterin Oppitz-Plörer, bereits Pläne, das Balneum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch vermutlich scheiterte dieses Vorhaben an den hohen Kosten, die mit der dauerhaften Konservierung solcher großen Fundstätten verbunden sind. Das gesamte Grabungsgebiet umfasst heute etwa 40 Hektar, wovon ein Großteil bereits überbaut ist. Finanzielle Engpässe sowie politische oder gesellschaftliche Uneinigkeiten führen häufig dazu, dass solche Projekte nicht realisiert werden. In urbanen Gebieten, wie Innsbruck, sind archäologische Ausgrabungen daher oft nur Notgrabungen.<br />
Seit dem 16. Jahrhundert wurden immer wieder Funde auf dem Areal gemacht. Besonders bedeutend war eine Entdeckung im Jahr 1914, als man bei der Neuverlegung der Staatsbahn römische Mauern entdeckte. Ab diesem Zeitpunkt wurde zunehmend bewusst, dass im Gebiet von Wilten zahlreiche römische Überreste verborgen liegen. Vielleicht hat man es damals, als das Gebiet noch weniger bebaut war, versäumt, den historischen Wert angemessen zu würdigen, oder es standen andere Prioritäten im Vordergrund<br />
Seit ein paar Jahren bin ich Teil des Grabungsteams in Aguntum, und es ist faszinierend zu sehen, wie sich dieser historische Ort entwickelt hat. Ein entscheidender Faktor dafür ist der Verein Curatorium pro Agunto, der maßgeblich dazu beigetragen hat, Aguntum zu dem zu machen, was es heute ist. Der Verein ist nicht nur Eigentümer, sondern auch Betreiber des Museums und des Archäologischen Parks, die direkt am Grabungsgelände liegen. Mit dem Museum verfolgt er das Ziel, die archäologischen Funde von Aguntum fachgerecht zu</p>
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		<title>
		Von: Wolfgang Geisler		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/sensationelle-funde-in-wilten/comment-page-1/#comment-45921</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Geisler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 04:10:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Frage: wie konnte es nur passieren, dass beim IVB Areal in der Pastorstrasse ein historisch so wertvoller Fund zu zwei Drittel schon von den Baggern zerstört war anstatt die Arbeiten sofort zu stoppen und unverzüglich Fachleute beizuziehen???

  Wie die Fotos ja beweisen, wurden bereits schon früher beim Orleyweg bzw. Frauenanger und auch bei der Grassmayrkreuzung Teile von Veldidena freigelegt!

  Wieso wurden diese sensationellen Ausgrabungen einfach wieder zugeschüttet, anstatt, so wie in Lienz (Aguntum) und anderen Fundstätten in Österreich zumindest zum Teil mit modernsten Mitteln ein tolles Freilichtmuseum als Besuchermagneten zu gestalten ???]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage: wie konnte es nur passieren, dass beim IVB Areal in der Pastorstrasse ein historisch so wertvoller Fund zu zwei Drittel schon von den Baggern zerstört war anstatt die Arbeiten sofort zu stoppen und unverzüglich Fachleute beizuziehen???</p>
<p>  Wie die Fotos ja beweisen, wurden bereits schon früher beim Orleyweg bzw. Frauenanger und auch bei der Grassmayrkreuzung Teile von Veldidena freigelegt!</p>
<p>  Wieso wurden diese sensationellen Ausgrabungen einfach wieder zugeschüttet, anstatt, so wie in Lienz (Aguntum) und anderen Fundstätten in Österreich zumindest zum Teil mit modernsten Mitteln ein tolles Freilichtmuseum als Besuchermagneten zu gestalten ???</p>
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