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	Kommentare zu: „Schund und Sünde“ in Innsbruck 1918/19	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>
		Von: Thomas Fink		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/schund-und-suende-in-innsbruck-1918-19/comment-page-1/#comment-74698</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 12:37:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/schund-und-suende-in-innsbruck-1918-19/comment-page-1/#comment-74687&quot;&gt;Henriette Stepanek&lt;/a&gt;.

Ausgesprochen interessant, Frau Stepanek, 
vor allem, weil ich den Halef Krug noch gut gekannt habe. Vor vielen Jahren habe ich nämlich Hammondorgel-Unterricht bei ihm genommen (wenn ich mich richtig erinnere, hatte er damals Räumlichkeiten in einem Haus in der Mitterhoferstraße). Ich werde nie das Schild vergessen: &quot;Das Naschen während des Unterrichts ist verboten !&quot; Der Halef hat ja viele Musikgruppen gemanagt und bekannt/berühmt gemacht, ohne allerdings in seiner bescheidenen Art selbst in Erscheinung getreten zu sein. In Musikerkreisen war er bekannt &quot;wie ein bunter Hund&quot; (liebevoll gemeint), ein echtes Innsbrucker Original und einer der lässigsten Typen, die ich je kennenlernen durfte. 
Nun, in einer der Unterrichtsstunden kam das Gespräch auf das Judentum und von da an entwickelten sich diese Musik-Unterrichtsstunden zu Gesprächs-Unterrichtsstunden. Er erzählte mir viele unheimlich interessante Dinge und gab mir sogar Matze zum Kosten. Ich werde diese niemals langweiligen und so interessanten Stunden der Weisheit mit diesem einzigartigen Menschen nie vergessen.
RIP, lieber Freund Halef !]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/schund-und-suende-in-innsbruck-1918-19/comment-page-1/#comment-74687">Henriette Stepanek</a>.</p>
<p>Ausgesprochen interessant, Frau Stepanek,<br />
vor allem, weil ich den Halef Krug noch gut gekannt habe. Vor vielen Jahren habe ich nämlich Hammondorgel-Unterricht bei ihm genommen (wenn ich mich richtig erinnere, hatte er damals Räumlichkeiten in einem Haus in der Mitterhoferstraße). Ich werde nie das Schild vergessen: &#8222;Das Naschen während des Unterrichts ist verboten !&#8220; Der Halef hat ja viele Musikgruppen gemanagt und bekannt/berühmt gemacht, ohne allerdings in seiner bescheidenen Art selbst in Erscheinung getreten zu sein. In Musikerkreisen war er bekannt &#8222;wie ein bunter Hund&#8220; (liebevoll gemeint), ein echtes Innsbrucker Original und einer der lässigsten Typen, die ich je kennenlernen durfte.<br />
Nun, in einer der Unterrichtsstunden kam das Gespräch auf das Judentum und von da an entwickelten sich diese Musik-Unterrichtsstunden zu Gesprächs-Unterrichtsstunden. Er erzählte mir viele unheimlich interessante Dinge und gab mir sogar Matze zum Kosten. Ich werde diese niemals langweiligen und so interessanten Stunden der Weisheit mit diesem einzigartigen Menschen nie vergessen.<br />
RIP, lieber Freund Halef !</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Henriette Stepanek		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/schund-und-suende-in-innsbruck-1918-19/comment-page-1/#comment-74687</link>

		<dc:creator><![CDATA[Henriette Stepanek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 10:56:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im ehemaligen Hotel &quot;Neue(?) Post&quot; in der Maximilianstraße 3 befand sich, wie in einem früheren Beitrag bereits erwähnt, das &quot;Föhn-Kasino&quot;, betrieben ebenfalls von der Witwe mit ihren Söhnen.
Da meine mütterlicherseitige Herkunftsfamilie - und ich bis zur Bombardierung - in diesem Hause wohnhaft war, ist mir der Name Löwy gewissermaßen von klein auf ein Begriff -
- und auch die Geschichte der Nachkommen. Tochter Irma (die lt. Aussage meines Onkels vom Kasinobetrieb ferngehalten wurde!) hat als Gattin von Josef Krug in Hötting den Krieg überlebt &quot;Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan&quot;
Ihr Sohn Gottfried Halef Krug war Musik(lehr)er (am Gym Volders, soviel ich mich erinnere) und hat als Manager zum Aufbau des Erfolgs der &quot;Zillertaler Schürzenjäger&quot; maßgeblich beigetragen.
Und - falls ich es schon erzählt habe, bitte ich um Entschuldigung, daß ich es nochmals tue! - als mein Onkel Konstantin Nicolodi, damals so alt wie ich heute - und nicht mehr so gut zu Fuß, im Rapoldipark rasten wollte, waren alle Ruhebänke voll besetzt.
Bis auf eine, auf welcher drei Frauen saßen.
Er ging hin und bat &quot;Mei - kanntn Sie a bißl zammenrucken, weil na hatt i aa Platz...!&quot; Ja. Und - interessiert fragte er &quot;Entschuldigung, sein Sie aus Italien? I moan, weil Sie so dunkle Haar ham? Weil na kanntn mir uns auf Italienisch unterhalten.&quot; 
&quot;Nein....&quot; sagten zwei zurückhaltend - und die dritte ergänzte &quot;...jüdisch!!!&quot;
&quot;Aber nitt von der Löwy Irma?&quot; fragte mein Onkel erstaunt. 
&quot;Wieso - woher - ja - kennen Sie unsere Mama?&quot;
Ob es noch ein Zusammentreffen gegeben hat oder nicht, das weiß ich nicht.
Mein Onkel ist drei Tage vor seinem 90.Geburtstag am 5.6.1990 verstorben.
Frau Irma Krug geb. Löwy am 23.12.2002
Herr Gottfried Halef Krug am 25.1.2023]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im ehemaligen Hotel &#8222;Neue(?) Post&#8220; in der Maximilianstraße 3 befand sich, wie in einem früheren Beitrag bereits erwähnt, das &#8222;Föhn-Kasino&#8220;, betrieben ebenfalls von der Witwe mit ihren Söhnen.<br />
Da meine mütterlicherseitige Herkunftsfamilie &#8211; und ich bis zur Bombardierung &#8211; in diesem Hause wohnhaft war, ist mir der Name Löwy gewissermaßen von klein auf ein Begriff &#8211;<br />
&#8211; und auch die Geschichte der Nachkommen. Tochter Irma (die lt. Aussage meines Onkels vom Kasinobetrieb ferngehalten wurde!) hat als Gattin von Josef Krug in Hötting den Krieg überlebt &#8222;Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan&#8220;<br />
Ihr Sohn Gottfried Halef Krug war Musik(lehr)er (am Gym Volders, soviel ich mich erinnere) und hat als Manager zum Aufbau des Erfolgs der &#8222;Zillertaler Schürzenjäger&#8220; maßgeblich beigetragen.<br />
Und &#8211; falls ich es schon erzählt habe, bitte ich um Entschuldigung, daß ich es nochmals tue! &#8211; als mein Onkel Konstantin Nicolodi, damals so alt wie ich heute &#8211; und nicht mehr so gut zu Fuß, im Rapoldipark rasten wollte, waren alle Ruhebänke voll besetzt.<br />
Bis auf eine, auf welcher drei Frauen saßen.<br />
Er ging hin und bat &#8222;Mei &#8211; kanntn Sie a bißl zammenrucken, weil na hatt i aa Platz&#8230;!&#8220; Ja. Und &#8211; interessiert fragte er &#8222;Entschuldigung, sein Sie aus Italien? I moan, weil Sie so dunkle Haar ham? Weil na kanntn mir uns auf Italienisch unterhalten.&#8220;<br />
&#8222;Nein&#8230;.&#8220; sagten zwei zurückhaltend &#8211; und die dritte ergänzte &#8222;&#8230;jüdisch!!!&#8220;<br />
&#8222;Aber nitt von der Löwy Irma?&#8220; fragte mein Onkel erstaunt.<br />
&#8222;Wieso &#8211; woher &#8211; ja &#8211; kennen Sie unsere Mama?&#8220;<br />
Ob es noch ein Zusammentreffen gegeben hat oder nicht, das weiß ich nicht.<br />
Mein Onkel ist drei Tage vor seinem 90.Geburtstag am 5.6.1990 verstorben.<br />
Frau Irma Krug geb. Löwy am 23.12.2002<br />
Herr Gottfried Halef Krug am 25.1.2023</p>
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